der sechs Kisten,16) muß aber feststellen, daß „sich kaum
einige Bücher gezeigt hätten, welche von dem Consistorio
in dem dorthin bestellten Auszug bemerkt wurden“. In.
der Tat ergibt sich aus dem Vergleich der beiden aufliegenden
Verzeichnisse,17) daß die Stadt Feldkirch fast
alle von Freiburg verlangten Bücher als notwendig für den
Unterricht befunden hat. Nur die im älteren Verzeichnis18)
nicht mit Strich versehenen (Bücher wurden abgesandt; um
jedoch dem Umfang nach den Wünschen Freiburgs zu
entsprechen, legte man dafür Bücher meist theologischen
Inhalts und von jesuitischen Verfassern bei. Die vorderösterreichische
Regierung schickte nun neuerdings den Katalog
zu und befahl, alle früher verlangten Bücher nach
Freiburg zu senden. Was daraufhin geschah, läßt sich
aus Unterlagen im Feldkircher Stadtarchiv nicht ermitteln.
!6) Ebd. Nr. 19.
17) Ebd. Nr. 4, 5.
18) Ebd. Nr. 4.
19) Hist. Gymn. zum Jahr 1782, Seite 5.
19a) Siehe unten 73 ff.
Ueber das Schicksal sowohl der der Stadt überlassenen
wie der für Freiburg angeforderten Bücher läßt sich nur
wenig ausmachen. Das Gymnasium Feldkirch bemühte
sich im Jahre 1782 vergeblich darum, die ungeordnet im
Rathaus liegende Jesuitenbibliothek zu erhalten: „Actum
est etiam de Bibliotheca Jesuitica, quae adhuc in curia
civitatis extra omnem ordinem ac usum iam diu versabatur,
in Gymnasium introducenda: at nihil ob angustias
temporis et tempestatis inclementiatm effici hoc amplius
anno potuit“.19) Was sich vom heutigen Bestand der Gymnasialbibliothek
als aus der Jesuitenbücherei stammend
erweisen läßt, ist sehr wenig. Sicher läßt sich diese Herkunft
aus den Eigentumsvermerken (ex residiis Gymn.
Veldkirchensis oder Gymn. Soc. Jes. Veldkirchense) bei
den Nummern der Bestandsliste 19a), 6, 24, 48, 51, 54,
69 feststellen, außerdem aus den Vermerken Soc. Jesu
Lindavij bei den Nummern 13 und 22, da bei der Auflösung
des Missionshauses der Jesuiten in Lindau 1649 dessen
gesamte Einrichtung nach Feldkirch überführt 52