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Die Ansiedlung auf Tannberg.
Das Gebirgsland im Quellgebiet des Lech, Tann-
berg genannt, dem die Friz entstammen, gehörte einst
den Herren von Rötenberg. Diese stellten es mitsamt
dem benachbarten Kleinen Walsertal um 1290 deutschen
Einwanderern aus dem Oberwallis zur Verfügung, die man
nach ihrer Herkunft als Walser (Walliser) bezeichne
te. Diesen wurde ihre Freiheit verbürgt, sie mußten
aber das Land gegen Feinde verteidigen. Die Walser
unterscheiden sich noch jetzt in Mundart, Wesen und
Aussehen von ihren alemanischen Nachbarn, werden
aber dennoch in jüngster Zeit für einen Zweig der
Alemanen gehalten, während sie früher als Nachkommen
der Burgunder galten, die sich nach der im Nibelun-
genlied besungenen Zerstörung ihres Reiches durch den
Hunnenkönig Attila nach Oberwallis und vielleicht
auch in das Berner Oberland zurückgezogen hatten.
Die Freiherren von Rötenberg starben im Mannes-
stamme 1350 aus. Bei der Erbteilung kam Tannberg an
Adelheid Truchsessin von Waldburg, die Tannberg im
folgenden Jahre an die Heimenhofen abtrat. Im Jahre
1451 wurde Tannberg von Herzog Sigmund von Tirol
erobert, worauf Jörg von Heimenhofen nach langwie-
rügen Auseinandersetzungen im Jahre 1460 zu Gunsten
des Herzogs auf Tannberg verzichtete und dem Herzog
auch alle Tannberg betreffenden Urkunden übergab.