die K. Centralstelle für Gewerbe und Handel mit der
Bitte, ihm zur Anschaffung einer solchen durch Verwilligung
einer Prämie behilflich zu sein und zwar
mit folgender Motivierung: »Nachdem ich seit acht
Jahren in Degerloch das Gewerbe der Strumpfweberei
betreibe und mich während dieser Zeit bemüht
habe, in meinem Geschäft vorwärts zu kommen und
der auswärtigen Konkurrenz, welche sich auch in
meinem Gewerbe sehr fühlbar, ja drückend erweist,
Stand zu halten, musste ich in neuerer Zeit durch
die mehr und mehr sich ausdehnende Verbreitung
der Rundstühle mich überzeugen, dass die Anschaffung
solcher Rundstühle für mein Gewerbe unvermeidlich
ist, wenn ich der fremden Konkurrenz das
Feld nicht ganz und gar räumen will.« Er erhielt den
erbetenen Zuschuss in Form einer sogenannten »Aufmunterungsprämie«
von 50 Gulden und bestellte bei
dem damaligen Schlossermeister Ferd. Binder jr.
in Ebingen einen Rundstuhl. Binder stellte die Maschine
Ende August 1852 auf und lud die Beamten
der K. Centralstelle laut Zuschrift vom 2. September
1852 ein, seine Arbeit bei Wilhelm Benger in
Degerloch zu besichtigen. Es war dies in Württemberg
der erste Rundstuhl, auf welchem praktisch gearbeitet
wurde; die Maschine war aber so sehr abweichend
von der seitherigen Art und so kompliziert,
dass dem sonst gutmütigen Meister bei Handhabung
derselben die Geduld bald riss und er die »verteufelte« 14