aus. Kaum dort angelangt, wurde er im blühendsten
Mannesalter von 46 Jahren am 5. September 1864
den Seinigen entrissen. Er starb mit demselben
Gottvertrauen, das ihn in allen Lagen seines viel-
bewegten Lebens geleitet hatte, und mit dankerfüll
tem Herzen für alles, was der Allgütige an ihm und
seiner Familie gethan hatte. Bis zu Thränen rührte
ihn oftmals die Erinnerung an seine harte Jugend
und an die wunderbaren Wege, auf welchen ihn die
Vorsehung vom armen Webergesellen bis zum an
gesehenen Meister geleitet. Gottesfurcht, Arbeitsam
keit und Treue auch im Kleinen waren die Säulen
seines Familien- und Geschäftslebens.
Seine Witwe führte mit Hilfe ihres ältesten, da
mals erst 19 Jahre alten Sohnes Wilhelm das Ge
schäft im alten Geiste mit bewunderungswürdiger
Energie weiter.
Die ersten Jahre 1864 und 1865 waren ziem
lich flau, so dass sie nicht ohne Sorge der Zukunft
entgegensah. Nach dem Kriege 1866 jedoch und
dann auch nach dem von 1870/71 kam für das kleine
Geschäft ein neuer Aufschwung. Im Jahre 1868 er
wies sich die Erwerbung eines grösseren Hauses
(Sophienstrasse 7) und die Verlegung des Geschäftes
dorthin als geboten. Vier Jahre später, 1872, trat
der zweite Sohn, Gottlieb, zur Übernahme der
kaufmännischen Leitung in das Geschäft, das nun mit
14 Rundstühlen und circa 60 Arbeitern arbeitete.