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II. Botanischer Garten.
Wie alljährlich wurden Warmhaus-, Kalthaus- und Freilaudpflanzen
(darunter Alpenpflanzen), Sämereien, Dünger, Sand etc. theils gekauft, theils im
Tauschwege erworben, theils vom Custos herbeigeschafft, sowie die nöthigen
Reparaturen an Glashaus, Einfassungen, Etiquetten etc. vorgenommen. Das
k. k. Forstärar bewilligte das nöthige Tannenreisig zur winterlichen Bedeckung
der Alpenanlage. An der mühevollen Arbeit der Einhaltung des
botanischen Gartens betheiligten sich ab und zu auch die Studierenden Dornig,
Fleisch, Humpeler, Waibl u. a. m,
D. Zeichnen.
Durch Ankauf.
Getheilte Gerade mit drei Marken. — Volles dreiseitiges Prisma. — Volle
einseitige Pyramide. — Quadratische Platte mit Hoblkehle. — Pylon mit Thoröffnung.
— Amphora. — Ornamentales Detail von einer Votivtafel in St. Michele
in Venedig, ital. Ren. — Ornamentfüllung mit Schnecke aus St. Michele in
Venedig. — Gothisches Blatt vom Kölner Dom. — Gothische Krabbe vom
Kölner Dom.
VII. Kirchen-Inventar.
Ein weißseidenes Pluviale und Veluni wurde gespendet vom löbl. Paramentenverein
in Bregenz.
Von verschiedenen Wohlthätern erhielt die Gymnasialkirche zwei fünfarmige
Engelleuchter von Terracotta, zwei fünfarmige und zwei siebenarmige
vergoldete Lilienleuchter, diverse Kirchenwäsche und andere Cultusgegenstände.
VIII. Unterstützungswesen.
Im Schuljahre 1896/97 bezogen 92 Schüler Stiftungsgenüsse. Die
Gesammtsumme dieser Bezüge beläuft sich auf fl. 4094.34.
An weniger bemittelte Schüler überließ die Lehranstalt leihweise Lehrbücher
aus der Unterstützungsbibliothek.
Der Bestand an Schulbüchern, die diesem Zwecke dienen, wurde durch
Spenden der Verleger um 82 Bände vermehrt. Aus der Unterstützungscasse
wurden 92 Bände erworben. Lehrer und Schüler der Anstalt widmeten 95 Bände.
Infolge des diesjährigen Zuwachses und nach Berücksichtigung des Abfalles
ergibt sich ein Bestand von 1346 Schulbüchern, die an unterstützungswürdige
Schüler abgegeben werden können.,
Viele unbemittelte Studenten wurden in großmüthigster Weise von den
Bewohnern der Stadt und Umgebung durch verschiedene Wohlthaten, besonders
durch Zuwendung von Freitischen und Monatsgeldern unterstützt.
Die Unterstützungscasse des Gymnasiums vermittelte auch im abgelaufenen
Schuljahre nach dem Wunsche mancher Wohlthäter die Ausfolgung der Gaben.
Geschah die Widmung mit Bezeichnung der zu bedenkenden Schüler, so wurde
ganz nach der Anweisung der Spender vorgegangen.
Der Lehrkörper stellt seine Mitwirkung zum Unterst
ützungszwecke auch fernerhin gerne zur Verfügunng.
Die Einnahmen und Ausgaben der Unterstützungscasse im Schuljahre
1896/97 weist nachstehende Übersicht aus.