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Russen auf schmalen Gebirgswegen über Schnee und Eis vor sich her bis
zur Hauptstadt Czernowitz, das die Russen faft ohne Kampf räumten.
Tie Bukowina ift nun faft gänzlich von den Russen befreit.
Trotz aller dieser auszerordentlich anstrengenden Kämpfe in Schnee und
Kälte waren unsere Krieger gesünder, als im nassen Herbstwetter. Die
Angewöhnung, die verbesserte Verpflegung und bie warme Winterkleidung
haben hiezu das ihrige beigetragen. Die Abhärtung durch bie von Sr.
kaiserlichen Hoheit bem t Herrn Erzherzog Thronfolger Franz Ferdinand
eingeführten friegsmäszigen Übungen in Friedenszeit hat vorzüglich auf bie
Tüchtigkeit ber Truppen gewirkt. Möge auch fernerbin unsere wehrkräftige
Jugend, unter bem Eindrucke ber für Österreich Ungarn so erfolgreichen
Kämpfe in den schneebedeckten Karpathen, wie auf den vereisten Gebirgspfaden
ber fernen Bukowina, feft überzeugt fein von ber Wichtigkeit geistiger
und körperlicher Abhärtung und religiös sittlicher Charakterstärke!
Möge fie immerbar und unentwegt den Grundsatz hochhalten:
Ob’ Leib und Seel’, üb' Aug' und Hand
Für Gott und Kaiser und Vaterland!
---------go---------Warum
der Kampf jetzt steht?
Gum Seil für unsere Sache !
Daß dein verlöscht Gebet
3u neuer Glut e r w a ch e.
Zur darum ift es still.
Der Herrgott hält die Wage,
Dieweil er prüfen will,
wohin das Zünglein schlage. (Österr. Rundschau.)
Das Unterseeboot Von Landeslulturingenieur Thurnherr.
Eines ber furchtbarsten Kampfmittel in bem jetzigen Weltkriege ift das
Unterseeboot. Der Gedanke, Boote zu bauen, bie unter Wasser fahren und
sich so unsichtbar an ein Schiff heranmachen können, um dasselbe zu beschädigen,
ift schon fehr alt. So würbe das erste Unterfeeboot schon im Jahre 1624
von einem Holländer erbaut und mit demselben Fahrten unternommen. Nebst
so vielen andern versuchte bann auch ber Erfinder des Dampfschiffes, Fulton,
sein Glück. Mit feinem Unterfeeboot Nautilus- gelang es ihm im Jahre 1801,
eine volle Stunde in einer Tiefe von 8 m unter Wasser zu bleiben. Das
Boot würbe durch eine Schraube mittelst Hand bewegt; durch Füllung von
Behältern mit Wasser würbe das Boot zum Sinken gebracht. Praktische
Resultate fonnten aber damals feine erzielt werben, ba bie Technik noch zu
wenig entwickelt war. Im amerikanischen Bürgerkriege gelang es aber doch,
ein Kriegsschiff mit einem Ulnterwasserboote zum Sinken zu bringen, wobei
jedoch letzteres auch zu Grunde ging. Nach Erfindung des Torpedos warf
man sich mit Feuereifer auf bie Vervollkommnung ber Unterfeeboote, ba ber
Gedanke zu verlockend war, sich ganz ungesehen unter Wasser heranzuschleichen
und mit einem einzigen Schusse das gröszte Kriegsschiff zu vernichten. Nach
vielen kostspieligen Miszerfolgen gelang es zuerst den Franzosen um 1895, bie
ersten brauchbaren, seetüchtigen Unterwasserboote zu bauen. Auch bie andern
Marinen, speziell die amerikanische, begannen bann langsam mit ber Erzeugung