Organ für die schulentlassene Jugend, insbesondere
für Jugendvereine.
Unter Mitwirkung der Vorarlberger Jugendpräsides herausgegeben n. redigiert v. G. Beck.
Nummer 1 Bregenz, Mitte Oktober 1913. I. Jahrgang
Jung Vorarlberg.
(Lied nach der alten Studentenveise: Wenn wir durch die Straszen ziehen.)
Gewidmet den katholischen Zugendvereinen Vorarlbergs
von Emanuel Thurnher, Präses.
Jung Vorarlberg heb’ die Sände
Auf zum heil’gen Treueschwur!
Serz und Liebe soll gehören
Allzeit unserm Banner nur!
Siegreich wehend in den Lüften,
Führt es unsre Reihen an
Und mir ist’s, als hört ich’s rufen:
„Jung Vorarlberg, kühn voran!"
(Gür den Turnklub)
Eins— zwei- halt! Das Volk der Turner,
Stramm steht’s da wie Stahl und Erz,
Frisch die Augen, frisch die Sehnen,
Fromm ihr feurig junges Serz!
Groh und heiter, doch in Ehren,
Frei — lein Knecht der Leidenschaft!
Darum jauchzt in vollen Chören:
„Soch die wack’re Turnerschaft!"
Glaubensmutund Glaubenstreue
Weile, wo dies Banner weht;
„Reines Herz und starker Wille"
Leuchtend auf der Fahne steht!
Aber auc des Frohsinns Quelle
Rausche munter immerfort! —
Freundestreue — Freundesliebe,
Bleibe unfer Losungswort!
(Für den Redeklub)
Jetzo kommt der Klub der Denker,
Stellt sich auch in Positur;
Wenn die andern all sic rühmen,
Sollen stumm mir schweigen nur?
Nein! Wir wollen laut es rufen:
„Niemand fei, der uns verladt!
Doch das Reich des Menschengeistes —
Wissen, — meine Herrn — ift Macht!"
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