Skip to main content

Full text: Jung-Vorarlberg. Organ für die schulentlassene Jugend, insbesondere für Jugendvereine

41 
r 
3ii 
n.e 
t . 
nb 
st 
t, 
n 
-§ 
• g 
n 
n 
te 
m 
es 
r- 
1ef 
n 
ht 
et, 
T- 
n- 
ul- 
en 
it 
n. 
Ien 
,en 
werden natürlich zuerst vom ganzen Generalstabskollegium beraten. Sache 
des Oberstkommandierenden, des Feldherrn, bleibt es, die Beschlüsse des 
Stabes zu wirklichen Befehlen zu erheben. 
Wir ersehen daraus, wie gewaltig das Kriegswesen in den letzten 
Zeiten sich verändert hat, nicht blosz was die Waffen und die Zahl der 
Kämpfer anbelangt, sondern auch die Leitung der kriegerischen Operationen. 
In früheren Jahrhunderten fand sich der Kriegsplan oft nirgends als im 
Gehirn des Feldherrn. Dieser war fein eigener Generalstabschef. Heutzutage 
aber muffen vom Generalstabe schon zu Friedenszeiten für einen eventuellen 
Feldzug die Pläne bis ins kleinste ausgearbeitet werden. 
Es versteht sich von selbst, dasz auf bett Schultern dieser Männer eine 
gewaltige Verantwortung lastet. Von ihren Entschlieszungen hängt das 
Leben von Tausenden, ja baS Schicksal beS ganzen Vaterlandes ab. Die 
bisherigen Ereignisse haben aber gezeigt, daß unser Generalstab feiner hohen 
Pflicht eingedenk ist unb daß man ihm volles Vertrauen entgegenbringen 
kann. Übrigens scheint nichts törichter, als wenn ganz uneingeweihte Nicht- 
militärs — Zivilgeneralstäbler — hinter bem Biertisch bie Bewegungen 
unb Aufstellungen beS Heeres kritisieren unb genau auseinandersetzen, wie 
fie es gemacht hätten. Red. 
1914. 
„Zu Sarajew’ im Blute 
liegt unser Ferdinand, 
mit ihm Sophie, die Gute, 
Durch frevler Mörder hand." 
mit Windeseil’ von mund zu mund 
Fliegt sie, die , grobe Schreckenskund’ 
Durchs weite Österreich. 
Sie ruhn auf ihren Bahren 
So stille und so bleich, 
So kommen sie gefahren 
Durchs treue Österreich: 
Es blutete des Kaifers herz, 
Das ganze land in Gram und Schmerz 
Um feinen besten mann. 
Fernab im hohen Norden 
An stolzen Schiffes Bord, 
Ward Wilhelm dir, du Edler, 
Die Künd’ vom grausen mord: 
Da rinnt auch dir durchs Freundesherz 
Ein Strom von tiefem, heiligem Schmerz 
Um deinen Ferdinand. 
Im Kirchlein zu Hrtstetten 
Das Cotenglöcklein ruft; 
Da tat man beid’ fie betten 
Wohl in die küble Gruft; 
Laut schluchzt' da auf der Kinder Brust: 
„Dabin des lebens Licht und Cust 
mit euch, ihr Eltern lieb!“ 
Und kaum ein mond *) zerronnen, 
Beherrschet mars**) die Stund’: 
Schon lange hat gesponnen 
Unheil der Neider Bund. 
*) Monat. **) Kriegsgott. 
Zerftoben ift der Friedenswahn, 
Rin (türmen auf den ehernen Plan 
Die Beere allzumal. 
Die Franzen, Russen, Serben, 
Der Gelben freche Brut, 
Sie wollen uns verderben 
Hus Räch’ und Übermut. — 
Schlag’ [ie, o Gott, mit mann und Robi 
Des Krämervolkes Weltkoloß, 
O [türz’ ibn in den Staub! 
Und ob [ie auch [ich türmen 
Wie Imeereswogenschwall: 
Sie werden ihn nicht [türmen, 
Europas hochburgwall. 
Hus untrer nibelungentreu 
Sliebt Wut uns zu ja täglich neu 
Im groben, heiligen Kampf. 
Was du, o held beim Sterben 
Erschaut im Zukunftsfchob, 
Wir wollen heiß drum werben 
Durch taten kühn und grob; 
Hus Blut und tränen [oll erftebn 
Das Glück, die Freiheit neu und schön 
Für Deutschland Österreich.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.