insbesondere für Jugendvereine.
Nummer 8. Bregenz, 14. Februar 1915. II. Jahrgang.
An alle Hochw. Jugendpräsides ergeht nochmals die Einladung zum
Präsidestag am Aschermittwoch, 17. Februar, nachm. 3 Uhr im Vereinshaus
in Dornbirn.
3 Berichte: 1. Religiöse Zeitgelegenheit. Dr. 3. Schöch, Vorkloster.
2. Zeitgemäisze Bildungsziele. L. Dür, Dornbirn I.
3. Erziehung zur Wehrhaftigkeit. E. Lang, Bregenz.
Besprechung über „Jung Vorarlberg".
Besondere Einladung erfolgt nicht.
Das Rote Kreuz und sein Gründer.
Kaum war der Weltkrieg ausgebrochen, so begegnete man überall dem
Erkennungszeichen des Welt Samaritervereines, des Roten Kreuzes.
Fast jedes Büblein hatte im Knopfloch irgend ein patriotisches Abzeichen zum
Beweise, daß es auch wenigstens ein kleines Scherflein beigetragen hatte für
den Zweck des Roten Kreuzes, für die Kriegsfürsorge.
Ein groszes Heer freiwilliger Samariter hat sic schon im Frieden
vorbereitet, nm jetzt im männermordenden Kriege den verwundeten und
kranken Soldaten und deren Angehörigen Hilfe leisten zu können. „Rotes
Kreuz" ift der gemeinsame Name für die Vereine dieser Samariter. Da
in den modernen Kriegen das Rote Kreuz die gröszte Bedeutung hat zur
Linderung des Elends der Verwundeten und ihrer Familien, fallen folgende
Zeilen das Wichtigste über dasselbe und feinen Gründer erzählen.
Über 40.000 Tote und Verwundete lagen nach der Schlacht bei
Solferino (in dem österreichisch- französisch- sardinischen Kriege 1859) auf
dem Schlachtfelde und Tausende von Soldaten waren erkrankt. Wie in allen
frühern Kriegen war faft feine Hilfe da für die hilflos daliegenden Krieger,
die sich selbst überlassen waren und aus Mangel an Pflege in groszer Zahl
dahinstarben. Wohl wurden die Verwundeten von den Soldaten aus dem