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Full text: Vom Getreide zum Brot

Wichtig ist die richtige Aufhängung der Siebe. Diese müssen in Richtung 
des Stoßes stets einen stumpfen Winkel bilden, da sonst das Getreide statt 
vorwärts zurück liefe. 
Bespannung der Siebe für den Speicheraspirateur 
Schrollensieb Getreidesieb Sandsieb 
I. Hälfte 2. Hälfte 1. Hälfte 2. Hälfte 
Weizen 35 x 8—10 25 x 6.5 25 x 6 15 x 1 20 x 2.5 
Roggen 35 x 8—10 25 x 6 25 x 5.5 
15 x 1 20 x 2.5 
Mais 
35 x 10—12 25 x 8.5 25 x 8 20 x 1.5 25 x 2.5 
Hafer 35 x 10 25 x 6 25 x 5 15 x 1 20 x 2.5 
Die Schrollensiebe liegen bei den moderneren Aspirateuren nicht parallel 
mit den unteren Sieben geneigt, sondern im Winkel zu ihnen. Die Um­ 
drehungszahl pro Minute hängt von der Hubgröße ab. Großer Hub 
(50 x 80 mm), erfordert eine kleinere Tourenzahl (200—300), kleiner 
Hub (16x 25 mm) dagegen macht eine größere Tourenzahl (450—500) 
nötig. 
Leistung des Speicheraspirateurs: Man rechnet auf 1 mm Siebbreite 
15—18 kg pro Stunde. Ein Speicheraspirateur von 1000 mm Siebbreite 
leistet also 15.000—18.000 kg pro Stunde. 
Die Celreidetrocknung 
Um überfeuchtes Getreide sicher lagern zu können, haben viele mittlere 
und besonders größere Mühlen eigene Getreidetrockner in ihren Speicher­ 
anlagen eingebaut, mit welchen sie jedes einzulagernde Getreide mit zuviel 
Kornfeuchtigkeit auf den zulässigen Feuchtigkeitsgehalt künstlich herab­ 
trocknen. Diese künstliche Entwässerung des Getreides ist jedoch nicht nur 
mit erheblichen Kosten verbunden (Anschaffung der Trockenanlage, Platz­ 
frage, Heizmaterial), sondern sie erfordert gewissenhafteste und vorsichtige 
Bedienung des Trockners, denn ein wenig zuviel Wärme schadet bereits dem 
Quellvermögen des Klebers und verringert die Backfähigkeit im Mehle. Soll 
die Backfähigkeit in einem künstlich zu trocknenden Getreide erhalten 
bleiben, so darf dessen Trocknung nur langsam und bei verhältnismäßig 
niedrigen Temperaturen durchgeführt werden. Nur unter dieser Voraus­ 
setzung können die Eiweißstoffe zum Entquellen gebracht werden, ohne daß 
sie dadurch die Fähigkeit verlieren, bei späterer Wasserzugabe unter er­ 
neuten Quellungserscheinungen wieder genügend Wasser aufzunehmen. 
Das Getreidekorn darf sich während der Trocknung keinesfalls höher 
als durchschnittlich 45 Grad C erwärmen. Ehe das nun künstlich herab­ 
getrocknete Getreide den Getreidetrockner verläßt, um in die Silozelle zu 
gelangen, muß es naturgemäß wieder auf seine normale Temperatur von 
etwa 16—18 Grad C herabgekühlt werden. 222
	        
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