Zellen die Körner von Weizen, Roggen oder Gerste aufgenommen werden,
während die länglichen Haferkörner (auch das Mutterkorn) an den Zellen
abgleiten und an der Trommel unten entlang nach dem Auslauf zu gleiten.
Die hochgetragenen Körner des Weizens, Roggens oder der Gerste werden
gleich wie beim Radenausleser in eine Sammelmulde geworfen und mit einer
kleinen Schnecke nach außen weitergeleitet. Heute verwendet man fast
überall Hochleistungtrieure, die sich bedeutend schneller (55 x 45 Umdrehungen
in der Minute) drehen wie die alten Langsamläufer (mit nur
0.34 m/sec Umfangsgeschwindigkeit) und deshalb eine vielfach höhere Leistung
vollbringen. Hier ist die Drehgeschwindigkeit so groß genommen, daß
die Schwerkraft der in den Zellen mitgeführten Körner oder Gesäme gerade
noch die Fliehkraft zu überwinden vermag und diese noch sicher aus den
Zellen in die hochgestellte Mulde fallen können.
Abb. 86. Hochleistungs-J ricuranlage mit Nachauslesern. (Maschinenfabrik Heid, Aktiengesellschaft,
Wien-Stockerau.)
Die Zellenweite wird bestimmt durch Art und Größe der Gesäme. Man
wählt Zellendurchmesser für Normal- und Hochleistungstrieure:
beim Auslesen von Raden und Wicken aus Roggen und Weizen 4.5—5 mm
,, ,, ,, ,, aus Gerste
,, ,, ,, ,, aus Hafer
,, Hafer aus Roggen und Weizen
6—6.5 „
7—7.5 „
9—9.5 „ 235