an der Innenseite der Spirale langsam herunter dem Auslauf zu, der in
zwei bis drei Kanäle und je nach der Konstruktion mit zwei bis drei Ausläufen
unterteilt ist, welche die so entmischten Produkte voneinander getrennt
ableiten.
Der Spiral- oder Schneckentrieur braucht keine Antriebskraft und bei
größeren Auslesemengen, wo mehere derartige Apparate nötig werden, baut
man bisweilen drei solcher Schneckenspiralen zu einem Apparat zusammen.
Das ausgeschiedene reine Bruchgetreide kann dem guten Getreide zugeführt
werden oder es wird, wie es bei der Reinigung von Weizen geschieht,
als Bruch- oder Hühnerweizen in den Handel gebracht, während das
übrige Gesäme auf die Schlagmühle oder einen Mahlgang gebracht und zu
Tierfutter weiterverarbeitet wird. Reine Wicken werden auch bisweilen
von den Spirituosenfabriken gerne gekauft und gut bezahlt.
Abb.88. Innenansicht einer Trieurlrommel von einem Kleinkornausleser während der
Arbeit. Das Rundgesäme, wie Raden und Wicken, setzt sich in die laschenförmigen
Zellen, während hier das gute Getreidekorn sich vom ersteren getrennt abscheidet.
Der Cartertrieur
Neben den allgemein verbreiteten Trieuren trifft man bisweilen auch den
Carter- oder Scheibentrieur. Er nimmt unter den Gesämeauslesern eine
Sonderstellung ein. Hier führt der Getreidestrom in einen Muldentrog, in
welchem sich, auf einer Welle befestigt, eine Anzahl von 12—15 mit Zellen
versehenen Auslesescheiben langsam drehen und die im Getreide enthaltenen
Unkrautsamen aufnehmen und in die Unkrautsamenkanäle entleeren. 237