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Full text : Vom Getreide zum Brot

Abb.89.
Spiraltrieur.

Während der Drehung der Scheiben wird das Getreide
gleichzeitig durch schräggestellte Förderflügel nach dem
Auslauf zu geleitet, wobei es nacheinander alle die Auslesescheiben
 passieren muß. Die Auslesearbeit ist als gut zu bezeichnen,
 doch ist die Ausnützung der Auslesescheiben ziemlich
 groß, so daß man doch lieber die Hochleistungstrieure
anwendet. Beim Scheibentrieur muß mindestens jede Woche
einmal die Mulde entleert werden, weil sich in ihr immer
wieder vom Getreide noch mitgeführter Sand ablagert, der
stark schleifend auf die Scheiben einwirkt und diese vorzeitig
 abnützt. Die Carterscheibentrieure werden für kleinere
und größere Leistungen gebaut und haben den Vorteil, daß
sie nur wenig Platz benötigen. Für Radenauslese gibt es die
Scheibenbezeichnung V4, V4% und V5 und für Halbkörner
 und Wicken V572, V5% und V6. Die Scheiben
mit der kleineren Lochung sind immer vorne am Einlauf. Für
die Auslese von Hafer und Gerste aus Weizen verwendet
man Auslesescheiben mit dem Zeichen T.

Die Scheuermaschine

Anschließend an die Gesämeausleser wird bei Trockenreinigung fast
immer eine Scheuermaschine eingesetzt, in welcher das Getreide von den
Schlagleisten eines im Inneren dieser Maschine sich schnell drehenden
Haspels erfaßt und mit sehr großer Geschwindigkeit in spiralenförmigem
Weg vom Einlauf gegen den Auslauf hin in einem mit ganz dünnen
Schlitzlochungen versehenen Stahlblechmantel herumgeschleudert und so
richtig jedes einzelne Korn für sich gescheuert wird. Die an der Oberfläche
 und an den Barthaaren, ebenso in der Furche noch sitzenden Staubteilchen
 werden mit einem Teil der holzigen Oberhaut und den besonders
spröden Barthärchen abgescheuert. Ein Teil davon fällt durch die Schlitzöffnungen
 in einen Sammeltrichter, der größere Teil jedoch wird von einer
kräftigen Saugluft, die sowohl am Ein- wie am Auslauf auch dieser Maschine
 wirkt, abgesogen, wobei die schwereren Teile in einem Abscheideraum
 der Maschine selbst sich wieder niederschlagen und in die Auffangsäcke
 abfallen oder auch beliebig weitergeführt werden können, zum Beispiel
 auf die Schlagmühle der Abfälleverwertung, während der leichte
Scheuerstaub über den Exhaustor zum Filter führt und dort von der Luft
geschieden wird.

Die Scheuermaschine leistet besonders auch dann gute Dienste, wenn in
einem Weizen zum Beispiel Brandkörner enthalten sind, die bislang noch
nicht entfernt werden konnten. Hier werden sie restlos zerschlagen. In
einem solchen Fall darf dann allerdings der Scheuerstaub nicht der Abfallverwertung
 zugeführt werden, sondern muß der Brandsporen wegen 238
            
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