zuführen und mitzuvermischen. Fast immer kann auf diese Weise durch
richtige Passagenführung auf natürlichste und wohl auch billigste Art die
Qualität und Backfähigkeit der betreffenden Mehle merklich verbessert
werden.
Gleichzeitig kann aber weiter noch durch die Unterbringung eines triebstarken
dunkleren Mehles aus den hinteren Mahlpassagen, die höher ausgemahlenen
Mehltypen, welche an sich meist zuviel an Trieb haben und
darunter kranken, etwas entlastet werden und eventuell durch Hinzunahme
einer gleichen Menge vom Auszugsmehle im Ausmaß des hiezugekommenen
dunkleren Mehles auch das höher ausgemahlene Mehl gestärkt und in seiner
Backfähigkeit gehoben werden. Auf diese Art liegt es in der Hand des
tüchtigen Fachmannes, aus seinem Getreide durch richtige Passagenführung
ein Maximum an Backfähigkeit herauszuholen. Gerade der Passagenführung
werden wir in Zukunft alle Aufmerksamkeit schenken müssen, denn
hier läßt sich noch die Backfähigkeit auf natürliche Art verbessern.
Die Weizen-Schrotung
Das charakteristische der Weizenschrotung ist, daß man hier schon in der
Schrotung darauf achtet, das Getreide in mehreren Durchgängen stufenweise
klein zu schroten und auf diese Weise den inneren Mehlkörper des
einzelnen Kornes möglichst schonend in überwiegend Grieß und Dunst, aber
möglichst wenig Mehl zu zerteilen. Das Flachmahlverfahren finden wir bei
Weizenmüllerei so gut wie nicht, doch werden weiche Weizen meist etwas
A bb. 104. Diagonal-Walzenstuhl mit 5ervo-Regulierung. (Dieser Walzenstuhl rückt sich
bei Leerlauf selbständig aus und, sobald wieder Mahlgut ankommt, auch ebenso wieder ein.) 278