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Full text: Vom Getreide zum Brot

Die gleichmäßige, schleierartige Zuführung des Mahlgutes auf die Soder- 
passage erfolgt, ähnlich wie beim Walzenstuhl, mit Hilfe von zwei kleinen 
gerillten Speisewalzen. 
Steinschale und Steinwalze sind aus besonders geeignetem Champagner­ 
Silex, welcher aus den der Müllerwelt altbekannten Steinbrüchen von 
La Ferte Sous Jouarre entnommen ist. 
Dank dieses für die Ausmahlung ganz besonders trefflichen Steinma­ 
terials haben die Mahlflächen des Soderstuhles durch Jahre hindurch immer 
und von selbst gleichbleibenden Griff, ohne daß die Arbeitsflächen je 
nachgeschärft werden müssen. 
Die Wartung des Soderstuhles erfordert bestimmt nicht mehr Zeit und 
Mühe wie die eines Glattwalzenstuhles. Nach Jahren erst verlangt die 
abgenützte Steinschale ein leichtes Nachkrausen mit Picke und Kronhammer. 
Auflösemaschinen, welche allgemein nach jeder Glattwalze notwendig sind, 
erübrigen sich bei den Soderpassagen vollständig. 
Die Sodermühle wird heute für zwei bis sechs Mahlabteilungen, deren 
einzelne Arbeitselemente auf je einer gemeinsamen Welle angetrieben werden, 
gebaut und braucht eine solche Maschine nicht nur verhältnismäßig wenig 
Kraft, sondern gegenüber allen anderen Vermahlungsmaschinen mit gleicher 
Leistung eine wohl auch geringste Grundfläche. 
Abb. 118. Querschnitt von einem AHI-Triumphstuhl. 
(Kombination aus Schrotwalzenstuhl und Ausmahlmaschine.) 308
	        
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