führen wie ebenso die guten feinen Grieße von den ersten drei Schroten
jeweils zusammen und kommen über eine doppelte Grießputzmaschine. Letztere
kann je nach Platzverhältnissen, zum Beispiel bei nur zwei Räumen,
direkt unter den Schrotsichter eingebaut werden. Auf diese Weise lassen
sich die geputzten Grieße ohne Hochförderung unmittelbar anschließend auf
die Auflösepassage weiterleiten. Die Abstöße der Grießputzmaschinen führen
auf den Köpfeabteil.
Der Abstoß des vierten Schrotsichterabteils läuft über eine Kleieschleuder
und verläßt diese vollkommen mehlfrei als Grobkleie.
Die Bespannung der Mehlsiebe bei Verarbeitung von überwiegend Inlandsweizen
darf noch etwas gröber gewählt werden wie in nachstehenden Angaben
vermerkt wird. Bei ausgesprochen kleberreichen, harten Weizen, auch
wenn diese fachgemäß vorbereitet, also genügend gefeuchtet und entsprechend
lang abgestanden sind, wird sie noch etwas zu grob sein. Hier gilt der alte
müllerische Erfahrungsgrundsatz mehr noch wie bei Rückmüllerei, der lehrt:
,,Bei harten, kleberreichen Weizen mahle eng und sichte fein, bei weichen,
mehligen Weizen dagegen mahle hoch und sichte grob.“ Bei Beherzigung
dieser alten müllerischen Weisheit wird der Müller mit seiner kleinen automatischen
Mühle, die sich nicht nur für Weizenmüllerei, sondern ebenso auch
für die Roggenverarbeitung durchsetzen wird, seinen Platz behaupten können.
Bespannung der Plansichter:
a) Schroterei:
I. Schrot = 20 40 8
9 9 10 60
II. Schrot = 22 40 8
8 9 9 60
III. Schrot = 28 44 8
9 9 10 60
IV. Schrot = 32 48 8 9 10 10 70
b) Ausmahlung:
I. Ausmahlung C1 = 40
8 8 9 9 70
II. Ausmahlung C2 = 44
8 8 9 9 64
III. Ausmahlung Cs = 44 9 9 9 10 7
IV. Ausmahlung C. = 46
10 10 11 12 5
Bei der ersten Ausmahlung kann vorteilhaft der Durchfall durch das
Dunstsieb DG 70 mit Umleitklappe auch in Säcke abgeleitet werden zur
Absackung eines griffigen Dunstes oder auch in besonderen Fällen zur Zuleitung
in den Mehlstrom. Eine kleine liegende Mischmaschine nimmt alle
anfallenden Mehle, welche zusammengehören, auf, während die dunklen
Nachmehle auch direkt abgesackt werden können. Auch Futtermehl und
Kleie laufen in der rationell eingerichteten automatischen Kleinmühle auf
ihre eigenen Absackkästen, die jeweils alle so groß gewählt sein müssen, daß
ein 24stündiger Anfall darin untergebracht werden kann. 358