accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text : Vom Getreide zum Brot

fahrten über Rußland nach Asien kamen, als erste den Bau von Windmühlen
 von Asien her nach Holland vermittelten. Von Holland aus verbreiteten
 sich die Windmühlen jedenfalls dann sehr rasch, auch in viele andere,
 vor allem in die wasserkraftarmen Flachländer des Nordens. Man ist
auch heute noch bisweilen der Meinung, daß Kreuzfahrer die Kenntnisse der
Windmühle und deren Bau aus Asien über Persien her nach Mitteleuropa
brachten. Die erstere Annahme scheint jedoch die richtigere zu sein, denn
die Windmühlen lassen sich vereinzelt schon vor Beginn der Kreuzzüge
in Holland und Skandinavien nachweisen. Die älteste Urkunde von der
Windmühle auf deutschem Boden scheint die von Köln zu sein, wo im
Jahre 1222 bereits von einer Windmühle auf der Stadtmauer in Köln die
Rede ist. Windmühlen standen im Tiefland von Schlesien, Ostpreußen
und ganz besonders in Ostfriesland bis auf die letzten 40 Jahre sehr zahlreich
 in Verwendung. Noch im Jahre 1898 zählte man in Deutschland
allein deren 11.370. Im Gegensatz zu den Wassermüllern fehlte ersteren
der Landbesitz. Wirtschaftliche Schwankungen wirkten sich daher viel empfindlicher
 aus. Zudem hatten die Windmüller hohe Reparaturkosten zu

Abb. 24. Deutsche
Bockwindmühle
(nach Ramelli 1620) 28
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.