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Full text : Vom Getreide zum Brot

in allen folgenden Schroten, immer die jeweils anfallenden Mehle, Dunste
und Grieße durch Sichtung entfernen und ableiten, wodurch mit jeder weiteren
 Schrotpassage praktisch immer weniger vom inneren Mehlkörper im
nächstfolgenden Schrot verbleibt, das gilt auch in der späteren Vermahlung
mit den einzelnen Mahlpassagen, so muß die Asche-Kurve immer höher ansteigen.
 Praktisch ist das so, daß diese nach dem vierten Schrot auffallend
in die Höhe schnellt. Trifft das nicht zu, dann zeigt uns das Ergebnis der
Veraschung, daß hier bereits ein grober Fehler vorliegt und zu gute Ware
nach hinten gezogen wird.

Die Ursache kann sein, daß die vorderen Schrote zu hoch geführt und
das Schrot zu wenig angegriffen wird, oder es können die Grießsiebe verlegt
und guter Grieß und Dunst mit Mehl auf die nächstfolgende Schrotpassage
 weiterlaufen.

Auch eine zu feine Bespannung kann die Schuld an diesem Übel sein.

Die Mehle aus den ersten Grießauflösungen und noch mehr aus der
ersten Weißdunstmahlung müssen den geringsten Aschegehalt aufweisen,
daher auch die niedersten Aschezahlen anzeigen.

Haben wir hier zuviel Asche, dann fehlt es meist am Putzen der Grieße
und Dunste. Schlecht geputzte Grieße und Dunste mit vielen roten Kleieteilchen
 können doch niemals ein weißes, aschearmes Mehl geben.

So zeigt uns das Aschediagramm als Helfer in der Betriebskontrolle
den Weg, wo wir nötigenfalls den rechten Hebel anzusetzen haben.

Der Aschegehalt oder die Aschezahl aus den Passagenveraschungen soll
wie die Stufen einer Leiter allmählich, langsam und schön der Reihenfolge
nach ansteigen, ohne sich von einer zur anderen nächstfolgenden Passage zu
überschneiden. Es wäre zum Beispiel ein Fehler, wenn die Aschezahl der
fünften Mahlung höher wäre wie die der sechsten oder gar siebenten Mahlung.
 Wenn es hier nicht stimmt, dann fehlt es wahrscheinlich an der richtigen
Zusammenführung der Zwischenprodukte, also in der Diagrammführung.

Aber gerade diese Fehler finden wir mehr verbreitet wie man schlechthin
glauben möchte. Die Folge solch falscher Führungen sind dann schlechte
Mehlausbeuten mit meist Mehlen, die in Farbe und Asche nicht recht befriedigen.
 Die Ursache einer zu geringen Mehlausbeute läßt sich meist schon
in den Aschezahlen des sorgfältig erhobenen Aschediagrammes ergründen
und durch Änderung in der Zusammenführung der Vermahlungszwischenprodukte
 und Führungskorrektur der Vermahlungsmaschinen beheben, sofern
nicht das Rohprodukt selbst daran die Schuld trägt. Aus einem dickschaligen
 Weizen, zum Beispiel mit niederem Hektolitergewicht, wird man
auch mit bester Führung wenig erfreuliche Ausbeuteresultate erzielen.

Immerhin gibt uns das Aschediagramm wertvollen Aufschluß über die
Führung der Mühle. Die Aufstellung eines Aschediagrammes erfordert
viel Zeit und man wird sich eine Veraschung der Passagenmehle dann
vornehmen lassen, wenn man eine Mühle neu errichtet oder das Diagramm 423
            
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