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Full text: Vom Getreide zum Brot

Cerealin abgewaschen, so daß der gesamte Keim und die inneren Kleien­ 
partien unversehrt mit dem eigentlichen Mehlkörper für die Herstellung des 
Steinmetzmehles verbleiben. Die Steinmetzmehle sind also größteneils Voll­ 
kornmehle. 
Es gibt deren einige Typen, deren wichtigste sind: 
1. Steinmetz-Weizenvollkornschrot T 1700; 
2. Steinmetz-Roggenvollkornschrot T 1800; 
3. Steinmetz-Kraftmehle, welche ebenso wie die Vollkornschrote alle Teile 
des gereinigten Kornes enthalten und nur feiner gemahlen sind; 
4. Steinmetzvollmehle, die einer Ausmahlung von 0—82% entsprechen 
und bei welchen grundsätzlich nichts an Mehl von vorne abgezogen wer­ 
den darf und bei welchen praktisch also der ganze Mehlkörper enthal­ 
ten ist einschließlich der Wabenzellenschicht und eines Teiles der 
Fruchtschale. Allerdings dürfen diese letzteren Mehle den Anspruch 
auf Vollkornmehl nicht erheben. 
Schrotmehle 
Als Schrotmehle bezeichnet man jene Mehle, welche beim Schroten des 
Getreides anfallen. Nach jedem Vermahlungsvorgang wird bekanntlich das 
Mahlgut über eine Sichtmaschine (Plansichter oder Zylinder) geführt und 
der Größe nach sortiert, wobei jedesmal auch Mehl anfällt. Je nach der 
Schrotstufe spricht man von einem ersten Schrotmehl, zweiten, dritten, vierten 
Schrotmehl usw. Die Schrotmehle stammen hauptsächlich aus der äußeren 
Randschicht und haben im Verhältnis zu den anderen Mehlen der Aus­ 
mahlung den höchsten Kleberanteil, doch ist der Schrotkleber etwas weich. 
Das erste Schrotmehl färbt stark grau. Die besten Schrotmehle stammen aus 
der zweiten und dritten Schrotung, weil bei diesen ein bereits intensiverer, 
tiefer gehender Angriff auf das gebrochene Korn erfolgt, wobei auch etwas 
mehr Mehl als bei den übrigen Schroten sich bildet. Beim letzten Schrot, der 
ja praktisch nur mehr im Ausstreifen der Schalen besteht, fällt das Schrot­ 
mehl sehr dunkel, meist schon ins Bräunlichgrau färbend aus. 
Die Schrotmehle sind meist sehr triebstark. Für sich allein kommen sie 
aber nicht in den Handel, sondern werden immer mit den anderen Mehlen 
passend zusammengeführt. 
Maismehl 
Ein gutes Maismehl für Backzwecke für sich allein zu Maisbrot gebacken 
oder als Brotstreckungsmittel zur Beimischung von Weizen- oder Roggen­ 
mehlen bestimmt, soll weder zu griffig sein noch einen zu hohen Fettgehalt 488
	        
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