los weit überlegen ist. Der Jutesack besitzt zufolge der Grobmaschigkeit seines
Gewebes große hygienische Nachteile, denn gegen das Eindringen von
Schädlingen und Verschmutzung bietet er nur wenig Schutz. Man hatte erst
Bedenken gegen die Einführung des Papiersackes, doch sind die gegen ihn
erhobenen Einwände in der Praxis längst widerlegt. Wäre dem nicht so,
dann würden wir den Papiersack zur Abfüllung und Aufbewahrung des
Mehles in den Mühlen der finanziell gut stehenden Schweiz und selbst in
Amerika nicht so verbreitet finden. Eine interessante Wahrnehmung ist noch,
daß das Mehl in Papiersäcken fast nie von den Mäusen angegangen wird.
Wenn der Papiersack so hergestellt werden kann, daß er technischen Beanspruchungen
gegen Druck, Zug, Fall und Nässe in einwandfreier Weise
standzuhalten vermag, was in einigen Ländern bereits schon erreicht ist, dann
ist es wahrscheinlich, daß der Papiersack den seit altersher gebräuchlichen
Jutesack allmählich in der Müllerei verdrängen wird.
Schematischer Plan eines Mehlmagazins.
Abb. 175. Magazin mit Mehlnachsichtung, Mehlmisch- und Absackvorrichtung, mit automatischer
Mehlwaage, Sackelevator, Wendelrutsche, Kleiepresse, Schleif- und Riffelanlage,
Sackdepot und Verladung in einer neuzeitlich eingerichteten Mittelmühle. 493