gutes am besten zu beobachten sind und jede etwaige Störung im Ausfall
eines r orderstranges hier sich sofort zeigt.
Die pneumatische Förderung des Mahlgutes im Mühlenbetrieb ist heute
soweit entwickelt, daß man mit vollem Recht sagen kann, daß sie sicher
und vollkommen verläßlich ist. Schanzungen sind hier seltener wie bei
Schnecken und Elevatoren und selbst wenn sich ein Förderstrang einmal
verlegt, so ist in wenigen Minuten schon durch Lösen eines Stückes aus der
Rohrleitung diese letztere leergesaugt und wieder frei.
Abb. 38. Walzenboden einer pneumatischen Mühle aus der Schweiz (St. Aubin),
im Hintergrund die Rohrführungen der pneumatischen Mahlgutförderung.
Voraussetzung für den flotten, störungsfreien Betrieb ist aber auch hier
die fachliche Behandlung der einzelnen Vermahlungsmaschinen. Es geht
bei der pneumatischen Mahlgutförderung natürlich nicht mehr, daß bei
einem Rückstau über der Speisung einer Arbeitsmaschine einfach die Regulierungsklappen
gehoben und das Mahlgut in beliebiger Menge durchgewürgt
wird. Der Querschnitt der Röhren muß aus kraftsparenden Gründen möglichst
auf Höchstleistung angepaßt und die Aufladekraft der Luft so ausgenützt
sein, daß hier darüber hinaus nicht beliebig viel durchgebracht
werden kann, ohne daß sich die Röhren im Querschnitt nicht in kürzester
Zeit schon verlegen und die weitere Ansaugung dann verhindert ist.
Die Müller kommen hier sehr bald selber darauf und werden dadurch
geradezu zwangsläufig zu besserer Arbeit erzogen, was für den gleichmäßigen
Verlauf der Vermahlung nur von Vorteil ist. 45