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Full text: Vom Getreide zum Brot

zahl der elektrischen Öfen mit einem Wärmespeicher ausgerüstet, der die 
Nacht über soviel Wärme aufnehmen kann, daß dies für die kommende 
Tagesarbeit bei normaler Beanspruchung vollkommen ausreicht. 
Dieser elektrische Speicherbackofen hat nicht nur den Vorteil, daß er mit 
billigerem Nachtstrom aufgeheizt werden kann, sondern vor allem, daß er 
gerade durch diese Wärmeaufspeicherung bei normalem Betrieb jederzeit 
backbereit ist. Er hat ja am frühen Morgen bereits die zum Backen nötige 
Temperatur in sich und verlangt keine Zeit zum Anheizen mehr. Der einzige 
Nachteil des elektrischen Backofens ist die absolute Abhängigkeit vom Elek­ 
trizitätswerk. Wie aber die bisherigen Erfahrungen zeigen, sind größere Be­ 
triebsstörungen so selten, daß sie praktisch kaum zählen. 
Die Zusammenhänge zwischen Ofengröße, Umsatz und Brennstoffverbrauch 
(Nach Werner & Pfleiderer, Backofenbau, Cannstatt) 
Um bei Backöfen Rentabilitätsberechnungen für verschiedene Brennstoffe 
durchzuführen, ist es vor allem wichtig, die Ofengröße auf den Umsatz ab­ 
zustimmen, weil nur so die größte Wirtschaftlichkeit erreicht werden kann. 
Darum muß zu Anfang etwas über die Bestimmung von Backherdgrößen 
berichtet werden. 
Alles in dieser Beschreibung Gesagte bezieht sich nur auf deutsche und 
österreichische Bäckereien und Verhältnisse. Erfahrungsgemäß liegen in den 
andern Ländern die Verhältnisse oft grundlegend anders, was unbedingt zu 
berücksichtigen ist. 
Man geht zur Festlegung von Backofengrößen von zwei Gesichtspunkten 
aus: 
1. Die Backfläche des Hauptherdes, bzw. der Hauptherde muß so groß 
gewählt werden, daß die Frühstücksbrötchen, die etwa von 5—7 Uhr 
ausbacken, zur Ladenöffnung um 7 Uhr fertig sind. 
2. Man führt außerdem eine Berechnung der Gesamtbackflächen von 
Haupt- und Ausbackherden entsprechend dem täglichen Mehlverbrauch 
durch. 
Jeder Ofen soll beiden Anforderungen genügen und dementsprechend ist 
die Größe der Backflächen zu wählen. 
Man backt auf einem Quadratmeter Herdfläche in einem Schuß 90 Stück 
der allerorts üblichen Frühstücksbrötchen zu je 50 Gramm. 
Rechnet man die Backzeit mit Ein- und Ausschießen im Durchschnitt mit 
20 Minuten, so kann man auf einem Quadratmeter Backfläche von 5 bis 
7 Uhr 6 x 90 — 540 Stück = 27 kg Brötchen ausbacken. 
Will man — vom Tagesdurchschnitt ausgehend — eine Ofengröße fest­ 
legen, so lassen sich hier keine absolut feststehenden Werte angeben, weil 
einmal die Betriebsarten in Deutschland und Österreich sehr verschieden sind 
und es zum andern auf das Verhältnis von Groß- und Kleingebäck ankommt. 622
	        
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