Soldatenbriefe.
Nachstehend gebe ic wieder die Namen aller Arbeitskameraden bekannt, von welchen
uns feit Erscheinen der letzten Betriebszeitung Briefe und Karten zugekommen sind.
Viele unferer Soldaten haben sogar zwei- ober breimal geschrieben unb allen biefen
Schreiben ift zu entnehmen, baft wir ben Kameraden mit ber Zusendung unferer Zeitung
Freude bereiten. Es wird uns bies ein Ansporn fein, am Ausbau unferer Betriebs-Zeitung
unermüdlich weiterzuarbeiten unb bamit bie Verbindung zwischen Front unb
Heimat noch inniger zu geftalten. Allen, bie mir geschrieben haben, fage ic herzlichsten
Dank. Dr. Schindler.
Es schrieben:
Gefr. Almberger Eduard, Bauer Julius, Gefr. Bellmann Alois, Gefr. Bertsch Jakob,
Gefr. Bertsch Ludwig, Bertsch Otto, Gefr. Bilger Georg, Gefr. Bilgeri Ludwig, Gefr.
Bodingbauer Karl, Böhler Josef, Gefr. Brüstle Josef, Gefr. Buchhammer Ernst, Buchhämmer
Ludwig, Busarello Peter, Dreier Fridolin, Dür Josef, Gefr. Feszler Josef,
Feszler Martin, Gefr. Fischer Josef, Fischer Manfred, Gefr. Giz Bruno, Fitz Ignaz,
Flatz Ludwig, Fontanari Alois, Gruber Josef, Gefr. Hammerer Benedikt, Sölzlsauer
Otto, Holzer Wilfried, Ulffz. Jäger Martin, Gefr. Jori Albin, Kilga Alois, Dr. Kispert
Wolfgang, Uffz. Madlmayer Karl, Gefr. Malin Franz, Mangele Erwin, Feldwebel
Mauritz Emil, Gefr. Metzler Taver, Leutnant Nagel Richard, Nayer Ernst, Gefr. Nuszbaumer,
Öfter Ludwig, Rist Anton, Schelling Hubert, Simioni Johann, Sutterlütti
Willi, Gefr. Tagwerker Artur, Tasc Anton, Lomaselli Josef, Ungeranf Franz Julius,
Vonac Otto, Wäger Johann, Walenta Hans, Gefr. Wolfgang Anton, Zauser Josef.
Gefr. Bertsch Jakob fchreibt unter anberem:
— Vor allem möchte ic Ihnen für bie Zusendung des 3. B., ber übrigens feit Mai
regelmäszig kommt, herzlich danken. So eine Illustrierte ift bei uns ba im Norden ein
ganz fetten Ding. Damit bereiten Sie nicht nur mir, fonbern auch meinen Kameraben
eine grosze Freude. Unb erft Ihr neues Werkblatt „Vorwärts — Aufwärts"! Das war
schon eine gute Idee; dazu muß ich Ihnen, auszer bem herzlichsten Dank für bie regelmäszige
Zusendung, noch extra gratulieren. Bin ic doc durch meine achtjährige Dienft--zeit
bei Ihnen mit biefem Betrieb besonders verwachsen. Davon zu hören bebeutet
für mich immer ein Stücf Heimat.
Der Heimat zuliebe haben wir ja auf bie Heimat verzichtet unb für bie ift uns kein
Opfer zu großs. Der Solbat weisz, daß ohne ben Einsatz, feines Lebens, biefe feine
Heimat, fein Vaterland vom Feinde überrannt mürbe. Der Solbat spricht nicht von
Opfern, er tut einfach feine harte Pflicht: still, ruhig unb ganz selbstverständlich. Denn
mit glühender Hingabe liebt er feine schöne Heimat. Sie ift bie Seele, bie ihm immer
wieder Kraft gibt, ben Kampf durchzustehen. Je mehr daheim an ihn denken, ihm
von ber Heimat berichten, um fo treuer kann er drauszen stehen. Verstehen Sie jetzt,
warum mich Ihre Post immer fo freut? Nicht nur einmal, nein, zwei-, drei- unb viermal
nehme ich Ihre Werkzeitung in bie Hand unb lese barin unb immer wieder finbe
ich Neues. —
Gefr. Nuszbaumer schreibt unter anberem:
— Für ben Brief unb bas reichhaltige Paket meinen herzlichsten Danf. Es hat mich
mit groszer Freude erfüllt, bah die Kameraben daheim an uns, bie wir als Solbaten
unferes groszen Führers im Norden stehen, denken unb durch ihre Arbeit bie Verbunbenheit
ber Heimat mit uns Solbaten zum Ausdruc bringen. Wenn alle Betriebe
von biefem Seifte beseelt sind, bann ift ber Endsieg unfer; an ber inneren wie auch
an ber äuszeren Front. Ich möchte deshalb allen, bie dazu beigetragen haben, meinem
'Betriebsführer unb meinen Arbeitskameraden, herzlich banfen für bie gegeigte Kame- 4