accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text : Vorwärts - Aufwärts. Betriebszeitung der Textilwerke Schindler und Cie. Bregenz-Kennelbach

radschaft. Was mich anbelangt, tann ic sagen, daß es mir sehr gut geht. Wir machen
hier unseren Dienst unb jeber ist bemüht, feine Pflichten zu erfüllen, um bas vom
Führer gesteckte Ziel zu erreichen. Ich glaube, daß bie sic in ben letzten Krämpfen
windende Welt ber Westmächte balb ben Tod erleibet, wenn wir an ber Front unb
Ihr in ber Heimat weiter fo zusammenhalten, wie wir es bis jetzt getan haben. —

Gefr. Bertsch Ludwig schreibt unter anderem:

— Habe Ihr Schreiben, bie Betriebszeitung unb bas wertvolle Paket dankend erhalten.
— — Das Leben hier ist trotz ber Anstrengungen sehr intereffant, ba es doc von dem
ber Heimat sehr verschieden ist. Unfer jetziger Aufenthaltsort ift von riefigen Bergen
eingeschlossen, bie zum Teil mit Eis unb Schnee bedeckt, landschaftlich ein wunderbares
Bild geben. Wäre aber lieber mit jenen, bie am Marsch gegen Engeland beteiligt finb.
Nachdem nun Frankreich in bie Knie gezwungen unb aus dem Kampf ausgeschieden
ift, werben wir im Serein mit Italien auch für England diesen Zeitpunkt balb herbeiführen.
 — In unferen Reihen lebt unb wirft deutsche Disziplin. Nicht Engländer, sonbern
 deutsche Männer beftimmen für bie kommenden Jahrhunderte bie Gestaltung
Europas. —

Gefr. Almberger Eduard schreibt unter anderem:

— Ihr liebes Päckchen mit Zigaretten unb Feuerzeug, sowie bie Betriebszeitung mit
beftem Dank erhalten. Ich freue mich sehr zu sehen, wie eng bie Front mit ber Heimat
verbunden ift. Mir mar es in letzter Zeit nicht möglich, gleich zu schreiben, ba wir
14 Tage in Norwegens Eisgebiet einen strengen Bergführerkurs hatten. Hatte nun
wirklich Gelegenheit, bie norwegische Gletscherwelt näher fennen zu lernen.
Von mir tann ic nur bas Beste berichten, bin gesund unb wohlauf. Auf unferem
Vormarsch nach Narvik — um unferen lieben Kameraben bart zu helfen — haben wir
niel Neues gesehen unb mitgemacht. So manches Auto hat baran glauben müffen
unb ift im Straszengraben gelanbet. Das schönste Erlebnis aber mar ein Deutsch-Englischer
 Flugzeugkampf. Es war herrlich zu sehen, wie unfere Jäger arbeiten. Im
Nu war bie Sache erledigt. Die Gluszübergänge machten uns Diel Schwierigkeiten, benn
Brücken gab es feine mehr. So muszten unfere Floszsäcke ihren Zweck erfüllen unb
gab es ba ab unb zu ein kühles Bad. Unfere Carole aber hieß Vorwärts. —

Arbeitsmann Kilga Alois schreibt unter anberem:

Sielen Danf für bas schöne Päckchen. Es zeigte uns Arbeitsmännern, dasz bie Heimat
auch an uns bentt, bie nicht bas Ehrenkleid ber Wehrmacht tragen bürfen, fonbern
mit bem Spaten in ber Hand bem Saterlanbe bienen. Wie mir aus ben Briefen
unserer Lieben entnehmen können, ift es Ihnen Herr Betriebsführer gelungen, trotz
aller Schmierigfeiten ben Setrieb voll zu beschäftigen. Wir banten Ihnen für biefe
Bemühungen, mit benen Sie mithelfen zum großen Sieg unferes Salles, benn nicht
zuletzt bie ftarte Heimat mar es, bie unferen Solbaten bie Kraft gibt, Deutschlands
gröszten Kampf zum gröszten Sieg zu führen. —■

Tomaselli Josef schreibt unter anberem:

— Euer Paket hat mich m befter Gesundheit angetroffen. Das Entgegenkommen hat
mich, fern ber Heimat, bem Kufe bes Führers folgenb, auf französischem Boden, fehr
gefreut. Es hat mir bie Verbundenheit ber Heimat mit ber Front gezeigt. Wir hatten
fehr schwere unb harte Tage beim Vormarsch, doch finb wir gerne bereit, für unfere
Heimat zu kämpfen unb bamit einen Teil zum Völkerfrieden beizutragen. Ich bin
immer gefunb unb frohen Mutes. Ein stolzes Gefühl roar ber Durchbruch durch bie
Maginotlinie. Erst ba sah ich, welch ungeheuere Leistungskraft unfere Waffen besitzen.
 Wenn uns ber Führer zum Kampf gegen England schickt, fo finb wir bereit zu
fämpfen, bis wir ein frieblich einiges Solf haben. —

Gefr. Bilgeri Ludwig schreibt unter anberem:

— Ich bin nun wieder von Paris meg. Hier hat man allerlei ge fehen, was nur gute
Kernen vertragen fönnen. Oft ganz entsetzliche Dinge. Aber bie schwarzen Kolonial- 5
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.