Schulungslehrgang der SSDRp.
Wie in unserer letzten Nummer, bringen wir auc diesmal wieder kurze
Berichte über die von Kreisschulungsleiter Pg. Dr. Eric Schneider
in unserem Betrieb abgehaltene Schulungskurse. Welches Gebiet Pg.
Dr. Schneider auc immer zum Thema feines Vortrages macht, stets wird
der Zusammenhang der Dinge und der Ablauf des Geschehens für die 3u-
borer klar und verständlich. Die Aufmerksamkeit, mit der die Zuhörer
den jeweiligen Ausführungen folgen und der allgemeine Beifall beweisen,
daß nicht nur die Vorträge, sondern auch Pg. Dr. Schneider selbst, sic
größter Beliebtheit erfreuen.
4. Schulungsabend am 25. Juli 1940.
Englands Politik.
Wenn wir die Politik Englands in der Geschichte zurüc verfolgen, können
wir immer wieder sehen, daß es besonders zwei Ziele sind, die England
zu erreichen beftrebt war:
1. sic entscheidenden Einfluß auf Europa zu sichern und damit eine Vor-
machtsstellung einzunehmen,
2. die Beherrschung der Teere.
Am diese Ziele zu erreichen, war den jeweiligen englischen Machthabern
kein Mittel zu schlecht. Ein altes englisches Sprichwort - Recht oder
Unrecht, mein Vaterland" - kennzeichnet die Denkungsweise des Briten
ganz wunderbar. Mit Lüge und brutaler Bemalt, die auch vor mord
und Totschlag nicht zurückschreckt, kämpft England um feine Vormachts-
Stellung. Der Welt gegenüber versichert es aber mit einem heuchlerischen
Alugenaufschlag, den Kampf nur für die Freiheit der Kleinen Nationen/-
Christentum oder sonst ein deal zu führen.
Englands gröszenwahnsinnige Tachtpolitik duldete auf dem Festland feine
gleichwertige, ebenbürtige Macht. Eine solche wurde ftets rücksichtslos
mit allen Titteln bekämpft und womöglich vernichtet. Am einen Dor-
wand - den Krieg gegen ein Land zu beginnen - war England nie ver-
legen und es gibt nur wenige Stationen in Europa, die nicht von England
mit Krieg überzogen wurden.
Das Onselreic führte feine Kriege feiten allein. Immer wieder fand cs
durch Versprechungen oder politische Druckmittel Verbündete, die für
britische Interessen eintraten. Es verstand meisterhaft die Völker gegen-
einander auszuspielen und aus deren Uneinigkeit stutzen zu ziehen.
Angefangen vom 14. Jahrhundert, als England feinen Einfluß auf bas
Festland auszudehnen begann, stand es faft ununterbrochen mit den ver-
schiedenen europäischen Nationen im Kampf. Waren erft Frankreich,
Spanien, Holland und dann wieder Frankreich die Gegner Englands im 10