aufrecht erhalten will. Der Einfluß auf feine ehemaligen Vasallenstaaten
ist zu Ende und das Weltreich sebst beginnt in allen seinen Fugen zu
trachen und am Rande abzubröckeln. Alt und morsch ist England, der
wahre Feind Europas und des Friedens, dem Antergange geweiht und
Deutschland wird das neue Europa gestalten.
5. Schulungsabend am 8. A ugust 1940.
Deutsche Geschichte.
Vor undenklichen Zeiten reichten die EismaßJen des Nordens herunter bis
Titteldeutschland und die Allpengletscher sandten ihre Ausläufer bis ins
Tal der Donau . Dazwischen aber, in dem engen Raum um Düsseldorf,
Kassel, Heidelberg, da lebten die ersten Menschen unseres Volkes.
Hart war ihr Kampf um das tägliche Brot und hart wurde ihr Geschlecht.
Om Laufe der Jahrhunderte folgten sie den zurück weichenden Eismassen
und besiedelten so Europa und auch Teile Asiens. Allle großen Völker des
Altertums, Griechen, Römer, Perser und Inder sind Nachkommen dieser
Menschen, deren hohe Kultur durch zahlreiche Ausgrabungen einwand-
frei nachgewiesen werden konnte. Der Sprache nach bezeichnen wir alle
diese Völker als Ondogermanen.
Unsere eigentlichen Vorfahren - die Germanen - waren ihrer Urheimat
am nächsten geblieben. Sie besiedelten das Gebiet bis über die Donau
im Süden, den Rhein im Westen und die Weichsel im Osten. Schon damals
waren sie ein ausgesprochenes Bauernvolk. Die ersten geschichtlichen Nach-
richten erhalten wir durch Berichte über Zusammenstöße römischer Truppen
mit germanischen Völkerschaften in Kärnten und Steiermark. Uneinig,
in viele Stämme gespalten, konnten Jie dem Ansturm der Römer nicht
standhalten und wurden nach Norden zurückgedrängt. Erst im Jahre 9
u. 3. konnten sie unter Hermann dem Cherusker - ihrem ersten großen
Führer - die römische Gefahr beseitigen. Es war der Sieg eines jungen,
gesunden und kräftigen Volkes gegen eine bereits rassisch verseuchte Nation.
Das rasche Anwachsen der germanischen Völker und der Mangel an ge-
eignetem Lebensraum löste die Völkerwanderung aus, bei der viel germa-
nisches Blut in den Fehden zwischen den einzelnen Stämmen vergossen
wurde. Auf der Suche nac neuen Wohnsitzen drangen die germanischen
Völkerschaften nach Westen und Süden vor. Die Gebiete des heutigen
Frankreich, Italien, Spanien und selbst Küstengebiete lordafrikas wurden
erobert. Die ungewohnten günstigen Lebensbedingungen, das milde Klima,
verweichlichte Sitten und der Einfluß fremder Rassen führten aber nac
verhältnismäßig kurzer Zeit zum Niedergang und Ende dieser germanischen
Eroberervölker.
Um Tutterland waren nur einige große Stämme zurückgeblieben. Alls
erster von ihnen nahmen die Franken den christlichen Glauben an und
Karl der Grosze wurde der eifrigste Verfechter der neuen Religion. On
dreißigjährigem Kampfe gelang es ihm, auch andere germanische Stämme,
Sachsen, Bayern und Schwaben, zum Kreuze zu bekehren. Furchtbar 12