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Full text: Vorwärts - Aufwärts. Betriebszeitung der Textilwerke Schindler und Cie. Bregenz-Kennelbach

Für die Vererbung kann man folgendes Schema aufstellen: 
Groszvater Großmutter Groszvater Großmutter 
braun blau blau braun 
Vater utter 
braun (Erbanlage blau) braun (Erbanlage blau) 
1. Sind 2. Kind 3. sind 4. Kind 
braun braun braun blau 
Wie man sieht, kommt also auch die schwacherbige Augenfarbe (blau) bei 
den Enkelkindern wieder zum Vorschein, wenn gleiche Erbanlagen zu- 
Jammenkommen. 
Die aus der Erblehre gewonnenen Kenntnisse sind uns für die Gesund- 
erhaltung unseres Volkes ungeheuer wichtig. Die Erbmasse, die seder von 
seinen Eltern im Leben mitbekommt, umschließt mit allen übrigen Erb- 
anlagen selbstverständlich auc die Erbkrankheiten. Die Vererbung krank- 
hafter Anlagen (Jrrsinn, Taubheit, Stummheit, Klumpfuß usw.) macht 
aber ganze Generationen unglücklich. So wurden zum Beispiel 834 Nach- 
kommen einer Trinkerin ermittelt, von welchen nicht weniger als 709 mit 
den Behörden zu tun hatten. Es befanden sic unter ihnen 181 Dirnen, 
142 Landstreicher, 40 Armenhäusler und 75 Schwerverbrecher (darunter 
7 Törder). 
Diese Zahlen beweisen, von welch weittragender Bedeutung die vom 
Dritten Reich geschaffenen Gesetze zur Verhinderung erbkranken Nach- 
wuchses sind. Abgesehen von der ungeheueren Summe des Volksver- 
mögens, welche die Betreuung der Kranken und erblich Belasteten ver- 
schlingt, haben die Betroffenen an ihrem Erbe schwer zu leiden oder gehen 
daran elendiglich zugrunde. Die deutschen Gesetze bürgen nun dafür, daß 
die Gesundheit des deutschen Volkes für die Zukunft gesichert ist. 
Jeder einzelne von uns aber soll sic Jelbst darüber Rechenschaft abgeben, 
welch große Verantwortung er den kommenden Geschlechtern gegenüber 
trägt. Er denke an das Wort eines deutschen Dichters: 
Halte dein Blut rein! Es ist nicht dein. Es kommt weit her! Es flieszt 
weit hin! Es ist von tausend Ahnen schwer und alle Zukunft strömt 
darin! Halte rein das Kleid deiner Unsterblichkeit! 
8. Keil 
Für das Können gibt es nur einen Beweis: das Tun! 
Maria von Ebner-Eschenbach. 15
	        
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