Wird es Frühling, Sommer, Herbste
Dürft in der Heimat ihr nicht stille stehn
Wird auc verlangt von Euc bas Schwerste,
In ber Heimat gibts ein Wiedersehn.
Gedichtet von Brüstle Josef,
Gefreiter bes Artillerie-Reg. 268."
Obergefreiter Karl Büchele schreibt unter anberem am 14. April 1940:
„Stauben Sie, Herr Doftor, wir Solbaten oom 'Betrieb werden Ihnen Ihre Hilfe in
dieser schweren unb doc so glücklichen Zeit nie vergessen. Denn glücklich ift für uns
biefe Zeit. Die Vorfreude unseres Sieges läszt uns alle Strapazen vergessen, benn
praktisch genommen haben wir ja schon gesiegt. 80 Prozent bes Sieges fommen nach
meiner Ansicht unferer Flugwaffe, welche ber Stolz unb bie Hoffnung bes ganzen
deutschen Volkes ift, zu Sute. Ihre Erfolge sind ja erft im Anfangsstadium begriffen.
Wenn unser Hermann aber einmal ben vollen Einsatz befiehlt, fo wird es bas Enbe
fein. Zuhause denkt man vielleicht anbers, wir bagegen sind feft davon überzeugt."
Erwin Mangele schreibt unter bem 11. März 1940 unter anberem auc folgendes:
„Eine weitere angenehme Botschaft aus Ihrem Betriebe erhielt ic von meinem Bruber
Karl Er schrieb mir, ba^ bie Gefolgschaftsmitglieder willig Ihrem Rufe gefolgt finb,
eine Stunbe länger zu arbeiten,' zu Sunften ber im Einsatz stehenden Gefolgschafts-
mitglieder. Allen recht herzlichen Dank bafür.
Ja — — es ift wohl schön, zum Selingen bes groszen Friedens beitragen zu können,
aber wirklich schön wärs wieder, wenn man am Stabtisch feine Pflicht tun fönnte,
wenn auch bie Dämchen im Stabzimmer ab unb zu mal kleinere Kriege führen unb
einander grobe Worte ins Gesicht werfen, aber so hart wie Pferdehufe finb fie doch
nicht. Aufs Wiedersehn in ber Heimat. Seil Shitler."
Halder Josef schreibt am 14. April unter anberem:
„Stark unb unerschütterlich ift bie innere Front. Sie geben ja ein schönes Beispiel
unb tuo alles für uns Solbaten, meinen herzlichen Danf bafür. Sie tonnen sich aber
auch auf uns verlassen, benn bei uns gibts nur ein Siegen. Kann Ihnen bis heute
nur Sutes berichten, was ic auc von Ihnen hoffe."
Am 17. März 1940 schrieb Nalin Franz unter anberem folgendes:
„Die Stimmung unter uns Solbaten ift sehr gut unb es ift jeber stolz bar auf, daß er
mithelfen barf, bie Heimat zu verteidigen, benn mir wissen, daß wir einer großen
Zukunft entgegen gehen. Dabei verleiht uns bas Vertrauen auf bie Heimat, bie, wie
mir wissen, geschlossen hinter uns steht unb auch ihre Opfer bringt, bie Kraft, ben End-
fieg zu erringen. Ich bin überzeugt, ba^ ber Zeitpunkt nicht mehr ferne ift, wo wir
wieber in unferen Betrieben arbeiten werben."
Dreier Franz schreibt am 2. April 1940 unter anberem folgenbes:
„Bor allem banfe ic Ihnen unb allen Gefolgschaftsmitgliedern für bas mir wertvolle
Paket, bas mir zugesandt würbe unb mir fo große Freude bereitet hat.
Werter Herr Betriebsführer! Jetzt ift es schon bie fünfte Woche, wo mich bas Schicksal
von Ihrem schönen Betrieb herausgerissen hat unb mich in bas Ehrenkleid ber deutschen
Wehrmacht eingekleidet unb mich zu einem Solbaten gemacht hat.
Jetzt wollen wir halt bem Schicksal gehorchen unb menn uns ber Führer einmal ruft,
für bas liebe Baterlanb zu kämpfen, fo wollen wir unfer Möglichstes tun unb wenn
es fo weit kommen sollte, bis zum letzten Tropfen Blut, daß wir einftens ben Sieg
erringen, was unfer einziger Wunsch ift unb wieber gesund in bie liebe Heimat
zurückkehren."
Ungerank Franz berichtet am 27. März 1940 unter anberem folgenbes:
„Berichten barf ic leiber nicht alles was ic weisz. Das tann ic sagen, ic bin in
einer Gegend, wo es Wildschweine gibt unb bafür weit unb breit feine Stabt, ift
egal, hätt doc feine Zeit zum spazieren. 8