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Full text : Vorwärts - Aufwärts. Betriebszeitung der Textilwerke Schindler und Cie. Bregenz-Kennelbach

Geft. Mayer Josef schreibt unter anderem:

Strahlend vor Freude sage ic für das erhaltene Päckchen herzlich danke. Obwohl ic
nun schon ein Jahr nicht mehr praktisch im Betrieb stehe, so habe ic doc stets Verbindung
 durch den regelmässigen Erhalt der Betriebszeitung. Während die Arbeit
in der Heimat von unseren Kameraden als selbstverständlich übernommen wurde, haben
wir als vordringlichste Aufgabe, die Zukunft unseres Volkes für das nächste Jahrtausend
sicherzustellen.

Wenn auc in diesem Kampfe einige unserer Kameraden ihr Leben gaben, so stehen
wir doc fest und unerschütterlich, selbst bereit, unser Letztes hinzugeben und nicht
früher zu ruhen, bis der Sieg unser ist und wir die Pflicht unserer Jugend gegenüber
voll und ganz erfüllt haben. Im Kampf voran, so wollen wir ein Vorbild sein; kein
Weichen und Wanken. Auf zum groszen deutschen Sieg! ....

Obgefr. Buchhammer Bernhard schreibt unter anderem:

— So wie jedesmal, machten Sie mir auc diesmal eine grosze Freude mit dem
Päckchen. Sie ahnen nicht, wie glücklich man bei Erhalt solcher stärkenden Grüsze
aus der Heimat ist. Bitte nehmen Sie, so wie alle Arbeitskameraden, die zu dieser
edlen Spende beitrugen, meinen innigsten Dank entgegen. Wir sind stolz auf unsere
Heimatfront, die stets auf ihre Söhne denkt, die irgendwo drauszen stehen und zum
Sieg des Groszdeutschen Reiches ein Scherflein beitragen dürfen. Nicht der kämpfenden
 Front allein wäre es möglich gewesen, eine so schnelle Entscheidung im Osten,
Westen und Norden herbeizuführen, wenn sie nicht unsere Heimat so tatkräftig mit
allen Mitteln unterstützt hätte. Unser Führer sagte, der Einsatz eines jeden einzelnen,
ob er auf dem Acker, am Schraubstock oder mit der Waffe an der Front steht, ist
gleich, jeder musz dort seine Pflicht erfüllen, wohin er gestellt wird ....

Gesr. Kugler Adolf schreibt unter anderem:

— Mit den herzlichsten Grüszen teile ic Ihnen mit, dasz ic die Zigaretten am
6. September erhalten habe. Besten Dank. Ich lag gerade schon auf meinem Schlaflager,
 da kam der II. v. D. und übergab mir das Päckchen; ic machte es gleich auf
und rauchte mir eine gute österreichische Zigarette an. Auc meinen Schlafkameraden
gab ic eine, die sie noch mit Genusz rauchten, denn über eine österreichische Zigarette
steht halt nichts auf. Sonst bin ic gesund und geht es mir gut. Nac Hause möchten
wir alle gerne, aber bevor nicht die gröszte Aufgabe gelöst ist, ist daran nicht zu
denken . . . .

Gefr. Bilger Georg schreibt unter anderem:

— Habe Ihr Paket mit Zigaretten erhalten, sage Ihnen meinen besten Dank. Es
hat mic sehr gesreut, denn es zeigt von der Opferbereitschaft des Betriebes. Wir
Soldaten wissen es gut, dasz auc hinter uns eine Heimat steht, die niemand in der
Welt zu bezwingen vermag. Das bringen auc die englischen Luftpiraten in der
Nacht nicht zusammen. Hören wir doch alle täglich von den nächtlichen Einflügen
über deutsche Städte und Dörfer, wo nur die Zivilbevölkerung darunter zu leiden hat.
Aber die Antwort unseres Reichsmarschalls wird auf der Insel schon den richtigen
Platz finden ....

Gefr. Fischer Josef schreibt unter anderem:

— Euer Paket habe ic mit Freuden und herzlichstem Dank erhalten. Wie letztesmal,
 bekam ic die Sendung gerade im rechten Augenblick. Hier in Norwegen steht
es schlecht mit Tabak und Zigaretten, lleberhaupt sind diese Sorten alle Zusammen
nichts wert. Ihr könnt uns Soldaten also mit nichts soviel Freude bereiten, wie
mit Rauchwaren.

Befinde mic derzeit an der norwegischen Westküste, wo wir die Aufgabe haben,
etwaige feindliche Einflugsversuche oder Angriffe abzuweisen. Nun ist aber sehr wenig
los, weil die Herren Engländer im eigenen Lande genug zu tun haben. Nur ganz
selten läszt sic so ein verirrter Zugvogel blicken und meistens sind es ganz scheue

Bürschchen ... 7
            
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