auf, dasz wir, wenn es der Führer für den richtigen Augenblick hält, mit der ganzen
Mannesstärke beitragen werben zum Endsieg Grozdeutschlands. ...
Gesr. Bilgeri Ludwig schreibt unter anderem:
Ich gelange heute gerade in den Besitz Ihrer so reichhaltigen Betriebszeitung, die
mich jedesmal so riesig freut; ist sie doch die Vermittlung zwischen Front und Heimat.
Darum lese ic sie auch mit besonderem Interesse, musz dabei jedoch die Feststellung
machen, daß ic immer zu früh damit fertig werde. Es ist ein groszer Augenblick,
wenn diese Zeitung kommt. Ja, wir Soldaten könnten wohl auch unseren Teil beitragen
zur Gestaltung derselben. Man könnte soviele Berichte schreiben, daß man
eine Extra-Ausgabe machen könnte. Aber es ist den Soldaten nicht gegeben, als Reporter
an der Front zu sein; dazu sind eigene Abteilungen da. Der Frontsoldat tut
immer dort, wo er steht, seine Pflicht, selbst wenn er sein Leben dafür einsetzen mus.
Nun, da ic schon an zwei Fronten eingesetzt war, kann ic doch mit Recht sagen, daß
ic jetzt auc noch gegen den letzten Gegner kämpfen möchte und ich hoffe, daß unser
aller Wunsch diesbezüglich in Erfüllung gehen wird. Wir sind durch den Krieg gegangen
und hart geworden darin. Wir sind Kämpfer geworden, die auch im Leben
keinen Schritt zurückweichen und mit ihrem Schicksal fertig werden, ganz gleich wie!
Aber wir wissen auch, daßz wir für unsere schöne Heimat die Pflicht getan haben: ja
wir werden sie auch noch weiter erfüllen, bis wir das Ziel, das wir anstreben, auc
erreicht haben. Dann wollen wir wieder in der Heimat die Kameradschaft pflegen,
wie wir es hier an der Front tun. Es ist gerade als Glück anzusprechen, daß alle
Gefolgschaftsmitglieder, die an der Front stehen, noch gesund sind, denn gar viele lieszen
für die Heimat ihr junges Leben. Wenn es aber gegen England geht, dann gehen
wir beseelt vom Kämpfergeist, denn wir alle vertrauen blind unserer Führung, die
uns auc diesmal sicher zum Siege führen wird. . . .
Soldat Bauer Julius schreibt unter anderem:
— Zur Zeit sind wir stark damit beschäftigt, uns für den Winterschlaf einzurichten.
Das wird eine tolle Geschichte werden diesen Winter; kann es mir lebhaft vorstellen.
Nac langer Zeit haben wir wieder einmal schönes Wetter bekommen, was hier eine
Seltenheit ist. Haben sonst immer kaltes, regnerisches Wetter gehabt und auf den
benachbarten Bergen hat es schon geschneit. Der Tag nimmt rasch ab und bald
werden die Tage zur Nacht geworden sein.
Nun kommt aber auch für mich bald die freudige Stunde, wo ic meinen lang ersehnten
Urlaub antreten kann, was für den Soldaten immer der schönste Moment ist. Jeder
Soldat liebt seine Heimat und er ist froh und glücklich, wenn er nach Monaten mieder
einige Stunden bei seinen Lieben verbringen kann. Erst in der weiten Ferne lernt
man seine Heimat, seine Mitmenschen richtig zu schätzen. Das Beste aber ist beim
deutschen Soldaten, das er in seiner Dienstzeit Gehorsam, Pflichtbewusztsein und
Manneszucht lernt. Dadurch wurden auc unsere groszen Siege erreicht. Aber nicht
nur für seine Dienstzeit ist dies von groszer Wichtigkeit, sondern ist dies auc für seinen
späteren Beruf von groszer Bedeutung. In diesem Sinne will ich einst nach dem
Kriege zurückkehren und freudig meine Arbeit verrichten, an dem Platz, an den ic
dann gestellt werde. ...
Soldat Schwarz August schreibt unter anderem:
— Ic habe das Päckchen mit groszer Freude erhalten und komme endlich dazu. Euch
ein paar Zeilen zu schreiben und meinen Arbeitskameraden herzlich Dank zu sagen. Ich
bin gesund und munter, was ic auch von Euch zuhause hoffe. Wir in Normegen
haben es schon sehr kalt und ist es gar nicht gemütlich. Wie aber alles ein Ende hat,
wird auch dieser Krieg ein Ende haben. Bis dahin aber wollen wir kämpfen bis zum
Letzten, bis zu unserem Sieg und für die Arbeitskameraden in der Heimat... 3