angeschafft werden. Och schreibe dies nicht etwa in der Befürchtung, tatsächlich
einen solchen Wunsch zu hören - die Konjunktur für diese sensationell
aufgemachte Schmutzliteratur ist ja gottlob heute vorbei - sondern
lediglich, um ein drastisches Beispiel zu geben. Das heiszt also: literarisch
oder weltanschaulich wertlose Bücher werden auf keinen Fall angeschafft.
Natürlich können aber auc solche Wünsche keine Berücksichtigung finden,
die sic auf Spezialwerke beziehen, für die bei der Allgemeinheit unseres
Leserkreises kein Interesse besteht. Och glaube mic übrigens in dieser Beziehung
auf den gesunden Hausverstand der Arbeitskameraden verlassen
zu können.
Kameraden und Kameradinnen, wenn ihr also einen besonderen Wunsch bezüglic
eines Buches habt, dann nehmt Papier und Bleistift zur Hand und
schreibt ihn auf. Wenn ihr „vernünftig wünscht", wird unser Betriebsführer
Dr. Schindler die Erfüllung sicherlich ermöglichen.
5. Keil.
Betriebsmitteilungen.-Der
Arbeitsplatz.
Stillstand ist Rückgang. Diese Tatsache ist uns allen bekannt. Wenn wir
nun daran gegangen sind, die alten Waschbecken in den einzelnen Sälen
gegen neue einzutauschen, wenn die Umgebung dieser neuen Waschbecken mit
schönen Steinplatten ausgelegt wurde, die Wasserleitung unter Verputz
gelegt und bei jedem Waschbecken ein netter Spiegel angebracht wurde, To
haben wir damit zur Verschönerung des Arbeitsplatzes beigetragen. Diese
neue Einrichtung macht jedem Arbeitskameraden Freude, soll aber auch
jeden verpflichten, mehr denn se Ordnung zu halten. Es gibt nichts schöneres,
als wenn der Arbeitsplatz sauber ist, die Lust zu erhöhtem Einsatz
kommt dann ganz von selbst. Aeber dieses Thema wurde an dieser Stelle
schon öfters geschrieben und wir können behaupten, daß diese Zeilen nicht
nur gelesen wurden, sondern daß wir auf diesem Wege auch dem Ziele schon
näher gekommen sind. Stillstand ist Rückgang und diese drei Worte sollen
uns allen auc in Bezug auf Verschönerung des Arbeitsplatzes immer als
Grundsatz, dienen.
muß das sein?
Im die notwendige Uebersicht und Kontrolle zu haben, ist es notwendig,
daß die Arbeitskameraden vor Beginn und nach Beendigung der Arbeit ihre
Anwesenheitskarten bei der Kontrolluhr abstempeln. Es kommt immer wieder
vor, daß der eine oder andere zu stempeln „vergißt". Wenn der betreffende
Arbeitskamerad dann zur Rede gestellt wird, so kann er sich nicht
erinnern, bedient sic der Ausrede, daß die Stemveluhr nicht in Ordnung
gewesen sei usw. Wir machen noch einmal darauf aufmerksam, daß in Rukunft
jeder, der nicht stempelt, bestraft werden muß. Wo kommen wir bin,
wenn solche Gleichgültigkeiten gutaeheißen werden, bezw. wenn Kameraden,
die ganz einfach nicht stempeln, nicht zur Verantwortung gezogen werden. 20