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Full text: Vorwärts - Aufwärts. Betriebszeitung der Textilwerke Schindler und Cie. Bregenz-Kennelbach

sat; auf, um das große Werk, den gewaltigen Bau vollenden zu helfen. 
Wenn wir unsere siegreiche, herrliche Wehrmacht stets als Beispiel vor 
Augen galten, - führte der Kreisleiter weiter aus - dann gibt es kein 
Tüdewerden, kein Versagen, auch dann nicht, wenn es einmal schwer sein 
sollte, - auc dann nicht, wenn mehr, ja doppelte Arbeit von uns verlangt 
wird. 
Die vom Verkchor unter der Leitung des Arbeitskameraden Dominikus 
Steffan mit Begeisterung vorgetragenen Lieder „Der Führer hat gerufen 
und "Front und Heimat" brachten dieselben Gedanken zum Ausdruck. Dann 
durften wir von unserer Arbeitskameradin Maria Oster im Vorhinein das 
Programm des Abends, von ihr in Versen in Vorarlberger Mundart zu- 
Jammengestellt, vernehmen. Sie hat es verstanden, dies mit recht viel Humor 
zu würzen und die vielen Lachsalven und der große Beifall am Schluß 
ihres Vertrages mögen ihr ein kleiner Dank für ihre Arbeit gewesen sein. 
Als dann das ausgezeichnet zubereitete Essen aufgetragen wurde, das alle 
Jichtlic mit großem Appetit verzehrten, spielte die Kennelbacher Stand- 
schützenfapelle dazu auf, wie Jie bereits vorher den Albend mit ihren flotten 
Märschen einleitete. Obwohl die Anzahl der Mitglieder dieser Kapelle 
infolge vieler Einrückungen nur mehr sehr gering ist, dürfen wir uns immer 
noch an ihren Weisen erfreuen. 
Der anschlieszend zur Vorführung gebrachte Schwank „Der Onkel aus So= 
nolulu" erforderte in den einzelnen Rollen größtes schauspielerisches Können. 
Tan kann aber sagen, daß die Darsteller der Aufgabe gewachsen waren 
und das Möglichste aus dem Stüc herausholten; war es ja unsere schon 
öfters bewährte Theatergruppe, die uns die Vorführung gab, und auc für 
diese Leistung dankten alle mit großem Beifall. Zum zweiten Tale trat 
am 1. Tai auc unsere Volkstanzgruppe, die erst seit kurzem unter Leitung 
des Arbeitskameraden Johann Fischer erstanden ist, auf der Bühne auf und 
wir waren: überrascht über die Darbietungen, die sie in dieser verhältnis- 
mäßzig kurzer Zeit ihres Bestehens zeigen konnte. Sie haben sic beson- 
ders angestrengt und haben dafür allgemein großen Beifall gefunden. 
Als nächster Programmpunkt war das von unserer Arbeitskameradin 
Maria Oster gedichtete und von Fräulein Toni, Flatscher vertonte „Heimat- 
lied der Vorarlberger" angesagt. Allle waren neugierig auf diese Urau f= 
führung vnd es wurde lebhaft begrüszt, ein neues Vorarlberger Lied zu 
hören, weil wir gerade an solchen Liedern zur Ehre unserer engsten Heimat 
verhältnismäßig arm sind. So fand denn dieses neue Lied begeisterten 
Beifall und es wäre zu wünschen, daß dasselbe nac dieser Erstaufführung 
allgemein verbreitet würde. Anschließend daran sang der Werkchor noch 
das flotte Soldatenlied „Auf Wiedersehn Marie Tadlen", welches von 
unserem Chorleiter auf 4 stimmigen Tännerchor bearbeitet wurde. Dann 
folgte der bekannte Straußzwalzer „Wein, Weib und Gesang". Der Chor- 
leiter und die Sänger durften sich freuen an dem guten Gelingen dieser Auf- 
führungen und ernteten dafür auc vollsten Dank und Anerkennung. 12
	        
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