der Einfluß, den seine (Eltern oder Protektoren im öffentlichen Leben
belaßen.
Die Kinder eines kleinen Handwerkers oder Arbeiters aber, dem die Tittel
fehlten, feine Töchter ober Söhne studieren und ausbilden zu lassen,
tonnten immer wieder nur Handwerker, Arbeiter oder bestenfalls untergeordnete
Bürokräfte werden, selbst wenn ihre geistigen Anlagen nod) fo
gut waren und weit über den Durchschnitt reichten. - Selbstverständlich
bat es immer auch Ausnahmen gegeben. MTancher führende Mann der
Wirtschaft oder der Politik stammt aus kleinen Verhältnissen und hat sich
nur Dank feines überragenden Könnens, fernes eisernen Willens und ourc
unermüdliche Arbeit bis zu hohen und höchsten Stellen emporgearbeitet.
Unser Führer Adolf Hitler ist wohl das beste Beispiel, das man dafür überhaupt
geben kann. Es sind dies aber Ausnahmen, die nur die Regel
bestätigen.
Damit hat nun der Nationalsozialismus gründlichen Wandel geschaffen.
Nicht die Abstammung und der Geldbeutel find heute maßgebend, sondern
einzig und allein die Leistung. Der Nationalsozialismus bekennt Jic klar
und eindeutig zum Führergedanken. Führer fein aber kann nur derjenige,
der selbst in Leistung und Haltung vorbildlich wirkt. Am nun den jungen
Volksgenossen die Töglichkeit zu geben, den Beweis zu erbringen, daß einer
oder der andere unter ihnen wirkliche Leistungen vollbringen kann und
Führerfähigkeiten besitzt, muß man ihnen die Gelegenheit bieten, den von
ihnen erwählten Beruf richtig zu erlernen und sich in feinem Rahmen
weiterzubilden. (Es ift dabei vollkommen gleichgültig, ob es sich um einen
Schusterlehrling, einen Textilarbeiter, einen Studenten oder eine Bürokraft
handelt. In meinen Ausführungen will ich mich jedoch ausschließlich auf
die uns interessierende Textilindustrie beschränken.
Bisher mußten die Jungen und Tädeln, die sich einen Textilberuf erwählten,
sic ihr berufliches Können mühsam dadurch aneignen, daß sie sich die
notwendigen Handgriffe und Fertigkeiten von älteren Arbeitskameraden
zeigen und erklären ließen. Wohl erlernten sie dadurch ihren Beruf als
Spinner oder Weber, aber nur soweit, daß fie den Anforderungen ihres
unmittelbaren Arbeitsplatzes entsprechen konnten. Darüber hinaus mußte
ihnen jedoch jedes Verständnis für die Zusammenhänge der verschiedenen
Arbeitsgänge und für die Wichtigkeit der einzelnen Produktionsabschnitte
vollkommen fehlen, da fie von niemandem darüber richtig unterrichtet wutden.
Durch diesen Mangel an beruflicher Ausbildung war dem jungen
Menschen aber auch jede Möglichkeit genommen, sich weiterzubilden und dadurch
- auf Grund der eventuell bewiesenen Fähigkeiten und feines Könnens
- auf gehobene Posten oder vielleicht gar zu leitenden Stellen vorzurücken.
Ilm diesem Mangel abzuhelfen, mußte in erster Linie daran gegangen werden,
den jugendlichen Nachwuchs den feinen geistigen und körperlichen
Fähigkeiten entsprechenden Berufen zuzuführen und ihm eine umfassende
Berufsausbildung angedeihen zu lassen. 5