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Full text : Vorwärts - Aufwärts. Betriebszeitung der Textilwerke Schindler und Cie. Bregenz-Kennelbach

als wir am nächsten Tag die Schneeschuhe zum Weitermarsch anschnallten,
va hatte uns cm reger Bedantenaustau)c) Ichon Jo nahe gebracht, daß
jeoer Uneingeweihte uns fur alte, gute Freunde gehalten hätte.

Der 5. Tai ist ein klarer Sonnentag. Herrlich ausgebreitet liegt das
Rotmoostal vor uns. Es gibt wohl taum ein anderes Gletschergebiet in
den Alpen, das dem Skiläufer Jo genußzreiche Fahrten und Jo dankbar Ziele
bietet, wie die Detztaler Berge. Weite Firnfelder ziehen vielfach bis zu
den höchsten Gipfeln empor und die Ferner, die von ihnen zu Cal fliehen,
Jind meist sanft geneigt und weit ausgedehnt, so daß Jie genuzreiche Fahrten
ermöglichen. Mai, das ist gerade die richtige Zeit, um das Ende des Winters
 auf Brettern in würdiger Weise zu begehen. And dann nirgends
anders als im Hochgebirge! Die Tage Jind chon lang, das Wetter meist
gut - in unserem Falle war es geradezu ideal - und die Schneeverhältni))e
gerade um diese Zeit so günstig, wie man sie im tiefsten Winter kaum
antrifft.

Wirgbrechen also mit dem Ziel Sochwildehaus auf. Nach einer kleinen Traversierung
 erreichen wir das Langtalereck. Ein herrlicher Blick auf den
mächtigen Gurglerferner eröffnet sic hier unseren trunkenen Augen. Aleber
einen glatten Harschhang geht es hinunter auf den Gurgler-Gletscher.
Dann aber heiszt es den langausgedehnten Gletscher aufwärtssteigen. Bald
hemmt ein Spaltengewirre unseren Tatendrang. Die Ueberwindung des
Gletscherbruches erfordert äuszerste Achtsamkeit und Vorsicht. Einige Spalten
 werden gequert, da taucht plötzlich links vorne das Sochwildehaus auf.
Gerade zur rechten Zeit, um die Mittagsstunde, sac Vertilgung einer
Erbswurstsuppe, die uns hier besser mundete, als sonst ein „Weiszes Kreuz"-Tenü,
 geht es ‘ran an den ersten Dreitausender.

Unsere Wahl fällt auf die Salschlung-Spitze mit 3353 Teter. Befreit
von unseren Quälgeistern, den Rucksäcken, gehen wir unbeschwert an unser
erstes Ziel heran. Zuerst nur ein flaches Firnbecken, wird das Gelände erst
knapp vor dem eigentlichen Gipfelaufbau steiler. Die Aussicht oben ist
überraschend. Vor allem die Berge, die Ortler-Adamellogruppe. Besonders
 schön die Pyramide der Königsspitze und der flache Gletscherrücken
des Tonte Cevedale, dem unvergänglichen Denkmal für das Heldenleben
und Heldensterben unserer Däter. Weit gehen unsere Gedanken hinaus zu
unseren kämpfenden Brüdern in Serbien und an den Hängen des Olymp
in Griechenland. Wir sprechen von manchem Freund und Bergkameraden,
der jetzt als tapferer Soldat seine Pflicht erfüllt, um unsere herrliche Heimat
 vor der Habgier unserer Feinde zu schützen. And manchen Kameraden,
der jetzt in Norwegen Wacht für des Reiches Größe hält, wünschen wir
uns hierher.

Weit zurück liegen die Tage, wo ic mit Sepp Halder, Loß Adolf und anderen
 Soldatenkameraden gemeinsam die Freuden des Skilaufes erlebt
habe und ich hoffe, daß die Zeit nicht mehr allzuferne, wo wir wieder gemeinsam
 in unsere stolzen Heimatberge ziehen werden. Der Gedanke an 10
            
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