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Full text: Vorwärts - Aufwärts. Betriebszeitung der Textilwerke Schindler und Cie. Bregenz-Kennelbach

Betrieb zu fein. Nur einem interesselosen Arbeiter ober Soldaten fann es gleichgültig 
fein, was in ber Heimat geschafft wird. Wir Männer im grauen Rock an allen 
Fronten tonnen ben Krieg nicht allein gewinnen, wenn nicht bie Heimat uns bie befte 
Stütze wäre unb bem Soldaten durch ihr Vertrauen jenen Opfergeist, Mut, Kraft unb 
Ausdauer gibt, ben er eben benötigt, um bas groshze Werk bes Führers zu vollenden 
unb bem Volke unb ber Heimat ben ewigen Frieden zu sichern. 
Ich bin einige Wochen in bie Heimat beurlaubt gewefen unb habe gesehen, wie Front 
unb Heimat treu vereint finb unb dasz bie ganze Betriebsgemeinschaft mit ben wackeren 
Soldaten harte Opfer bringt. Wo ich mich zur gegenwärtigen Zeit befinde, herrscht 
reges Leben; Soldaten aller Wehrmachtsteile finb vertreten unb bie Hitze steigt bis 
zu 55 Grad. Hoffentlich gehts auc hier bald wieder weiter gegen England, bamit 
ber Feind bald endgültig geschlagen wirb. — 
Oberw. b. R. Bessinger Anton schreibt unter anberem: 
— Liege augenblicklich in einem kleinen Dörfchen unb habe nach einem heiszen Tag 
bie oerbiente Abendruhe. Die Schrift bitte ich zu entschuldigen, benn ic habe weber 
einen Tisch noch einen Stuhl zur Verfügung. Unsere Artillerie fünft noch hinüber 
unb auch bie Flieger finb noch in ber Luft. Die ganze Front ift eine zusammengeballte 
Kraft. Wehe ben Somjets, bie biefe Kraft herausgefordert haben. Das einzig Unan= 
genehme ift, das es zum Trinken nur falten Kaffee gibt, benn bas Wasser ift un- 
genieszbar unb Bier ober Wein finb Dinge, bie hier nicht in Frage fommen. Ebenso 
qibt es momentan noch nichts zum Rauchen. Das Essen unb bie Stimmung aber ift 
fehr gut. Allgemein besteht bie Ansicht, dasz mir mit ben Sowjets recht bald fertig 
werben. — 
Obgefr. Bilger Georg schreibt unter anberem: 
— Sowjet-Ruszland wollte uns überfallen. Nun hat ber harte Kampf gegen ben 
Bolschewismus begonnen. Unter herrlicher, genialer Führer ift auch ihnen Zuvor- 
aetommen. Was märe Furchtbares geschehen, roenn uns bas mächtig gerüstete 
Sowjet-Ruszland in ben Rücken gefallen wäre? Es hätte bie schlimmsten Folgen ge- 
habt. Nun aber roirb gegen bie Sowjets gekämpft, bis fie endgültig zerschlagen finb. 
Unb wenn Sowjet-Ruszland geschlagen ift, bann kommt wieber unfer alter Feind, ber 
Engländer, an bie Reihe. — 
Solbat Dreier Fridolin schreibt unter anberem: 
— Wir finb jetzt hier schon weit im sowjetrussischen Gebiet unb jagen ben Feind 
immer weiter zurück. Obwohl unfer Weg fehr schwer ift unb mir schon manche Brücke 
bauen musten, wobei mir bis zu ben Knien im Sumpf herumstapften unb eine Granate 
unb ein Schrapnell um bas andere neben uns einschlug, geht unter Vormarsch trotzdem 
qut unb planmäszia weiter. Auch sowjetrussische Flieger besuchen uns noch, aber fie 
treffen ja nichts. Gestern haben unfere Jäqer brei Flugzeuge abgeschossen. Es war 
ein prächtiger Suftfamof. Sich habe jetzt schon ziemlich viel gefehen unb mitgemacht 
hier in biefen brei Wochen Krieg. — 
Soldat Potomak Norbert schreibt unter anberem: 
— Der deutsche Solbat ift ber Heimat für ihre Arbeitsleistung unendlich bantbar. 
Er brauch nur ben Feind vor sich zu sehen unb fann daher ohne Sorge vorwärts 
stürmen. Niemals barf sich ein 1918 wiederholen unb wenn auch biefer Kampf noch 
lange bauern mürbe. Wir wollen nicht nach Kriegsende bei Nacht unb Nebel heim- 
schleichen, um nicht als Solbaten erkannt zu werben. Wir wollen nicht von revol- 
tierenden Elementen als Kriegsverlängerer bezeichnet werben, wie es sich unfere 
tapferen Bäter 1918 gefallen lassen muszten. Nac biefem Krieg bringen wir ben 
vollendeten Sieg mit in bie Heimat. 
Shr in ber Heimat unb mir an ber Front wollen weiterhin bas grobe gemeinsame 
Heer unferes Führers fein, ber uns mit feiner genialen Tatkraft unb Führung in 
eine fchöne Zukunft führen wirb. — 3
	        
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