mann in feinem Vorgesetzten nicht feinen Feind ober
Kusbeuter sehen, ebensowenig wie ber Arbeiter ber
Faust als Knecht angesehen werben bar f. Jeder ist
auf feinen Platz gestellt unb biefer Platz ist ein
Ehrenplatz, auf ben er stolz fein kann. Die Firma
hat durch Neueinrichtungen auch ein weiteres dazu
beigetragen, gefunbe Arbeitsräume zu schaffen; fo
wirb im Laufe des nächsten Jahres ein Gefolgschaftsraum
gebaut werben, ber Eßzräume, Lesezimmer usw.
enthält nnb in dem künftighin bie gemeinfamen
Veranstaltungen für bie Gefolgschaft stattfinden sollen.
— Nur kurz liegt hinter uns bie Zeit, in ber ber
Arbeiter bei keinem Zahltag wuszte, ob er nicht bie
Kündigung erhielt, aber ob ihm ber Lohn für bie
Zukunft ungeschmälert bleibe. Diese Sorgen gehören
einer vergangenen Zeit an. ©er Führer hat bem
unsäglichen Leid von Tausenden mit einem Schlage
ein Ende bereitet, er zeigt uns durch feinen unermüdliehen
Fleiß ein vorbildliches Leben. Töge bie
Vorsehung ihn noch lange Jahre zum Nutzen unb
Frommen des arbeitenden deutschen Volkes erhalten.
Mit einem breifachen „Sieq-Heil" auf ben
Führer unb bem Absingen des Deutschland- unb
Horst Wessel-liedes, in bie alle Anwesenden begeifiert
einftimmten, beschloß ber Betriebsführer feine
Ansprache.
Kreisarbeitsgebietsführer Fußzenegger überbrachte
ber Gefolgschaft in feiner anschließenden Rede bie
herzlichsten Wünsche des Rreisleiters ©r. Hammerbacher
fowie des Kreisbeauftragten ber DAT Pg.
Ginthör, bie leiber an ber Teilnahme ber Veranstaltung
verhindert waren.
Sodann überreichte Pg. Fußenegger bem mehr
als 25 Jahre bei ber Firma beschäftigten Jubilare
Schille Fusinato ein Diplom ber DAE, während ihm
Betriebsführer Hämmerle wünschte, daß er noch lange
Jahre ber Firma in Gesundheit erhalten bleibe, ©er
Jubilar dankte für biefe schöne Ehrung.
Ortsgruppenleiter Pg. Schmied richtete fobann
an bie festliche Versammlung ebenfalls eine Ansprache,
in ber er bie Gefolgschaft zu treuer Mitarbeit unb
Kameradschaft im Seifte des Nationalsozialismus
ermähnte.
Hierauf ging man zum gemütlichen Teil des
Abends über, ber durch zahlreiche Vorträge ber
Betriebsmusik, bie eine ausgezeichnete Schulung perrieten,
unb durch Vorträge des Tännerchors unb
des Streichorchesters lebendig gehalten würbe.
Zwei niedliche Einakter „Das Brauteramen"
und „Die Ehescheidung" warben von Maria Rederer,
Irma Frank unb Margarete Bechtold auf ber Bühne
vorgeführt, bei benen bie Zuhörer aus bem Lachen
nicht herauskamen.
©er Rosaken-Reigen, ber von einem Dutzend
jugendlicher Arbeitskameradinnen auSgeführt wurbe,
erntete berartigen Beifall, daß sich bie Leitung veranlaht
sah, ihn zu wiederholen. Ruc ber anschließende
Schuster-Reigen erntete viel Beifall. Beide Rufführungen
leitete Kamerad Emil Allgäuer.
Sin finniges Gedicht an unseren Führer, DDTgetragen
von Lydia Hirschauer, erntete verbienten
Beifall.
Einen längeren Teil beS Abends beanspruchte
bie Borführung von zwei Farbenfilmen durch Herrn
Hubert Hämmerle, bie ben Betriebsausflug nach
‘Werte Schaffen, Schöpferisch tätig fein dürfen, Odeen
verwirklichen, mit aufbauen: Das alles ift letzten
Endes der Sinn unferes Dafeins. Robert Ley
München, ben Besuch beS Gauleiters Bürckel unb
baS Erntedankfest in Dornbirn zeigten. ©ie technisch
ganz hervorragenden Bilder riefen lebhafte Srinnerung
an ben Betriebsausflug nach München hervor unb
ber starke Beifall, ber biefen Vorführungen folgte,
möge Herrn Hubert Hämmerle Dank für fein künstlerisches
Schaffen fein!
Für bas leibliche Wohl ber Teilnehmer beS
Kameradschaftsabends hatte die Betriebsführung
hinreichend Borforge getroffen, sodaß bie Stimmung
von Stunbe zu Stunbe zunahm.
Die Tanzkapelle Uccia-Stocklosa spielte unermüdlich
bis in bie frühen Morgenstunden unb bie
Zahl ber tanzenden Pärchen war so groß, daß sie
alle kaum Plaß auf ber Bühne hatten.
Alles in allem kann gefagt werben, daß ber
erfte Kameradschaftsabend einen sehr animierten
Verlauf nahm unb daß bie unterhaltlichen Darbietungen,
bie unter ber Gesamtleitung beS Rameraden
Oskar Tock standen, ben Wunsch nach einem baldigen
zweiten Unterhaltungsabend ber Gefolgschaft
laut werben lassen. — Der Umbruch hat in wenigen
Monaten Einrichtungen, zu denen nicht zuletzt die
Rameradschaftsabende gehören, geschaffen, bie geeignet
sind, Betriebsführer unb Gefolgschaft zu einer
untrennbaren Schicksalsgemeinschaft zusammenzuschweiszen
unb bestandene Rang- unb Standesunterschiede
auszugleichen. SS erzeugt ein wohltuendes
Gefühl, wenn man sieht, wie Betriebsführung unb
Gefolgschaft einträchtig an einem Tische zusammensitzen
unb sich unterhalten, wie eS an diesem Rameradschaftsabend
ber Fall war. Die Volksgemeinschaft
ift er ftanben!
An uns liegt es, zu/ammen und geeint diefe Zeit zu überwinden. Die Rufgabe- kann
noch fo groß fein; wenn fie eben geloft werden muß, fo wird fie gelöft werden. Es gilt
auch hiev der ewige Grund/at, daß dort, wo ein unbeugfamer Wille hevv/cht, auch eine
Not gebrochen werden kann. Adolf Hitler 5