Thurnher Ernst, 1. 17. Rp. Geb. Est. Abt. 18 Bregenz, Schneetruppzuteilung 20 - Rauher von Steinebach — fühlt sic aufs
engst mit der Firma verbunden und grüßszt mit treudeutschem Gruß.
Undeutsch Gerhard, Uffz. 1. Geb. Art. Ers. Regt 111, Ha, Tirol, Milserkaser ne — Hilfsn eister von Eulental-Hochbau — schickt
die besten Grüße und wünscht alles G..te zum Jahreswechsel.
Vollmer Josef, Sold., FNr. 22769 — Hilfsmeister von Tittenbrunnen — freut sich mit der Firma in Verbindung bleiben zu
können und sendet herzliche Grüße.
Vinzenz Bernhard, Sold., F2ir. 10 969. — Allen Krbeitskameraden frohe Weihnachten und glückliches Neujahr.
Wehinger Frz. Michael, Sold. FNr. 13678 — Schlichter von Steinebach — schickt herzliche Grüße an die Betriebscemeinschaft
und schreibt: Mit übergroßer Freude habe ich das Paketchen erhalten und darin allerhand entdeckt, was ein Soldatenherz
höher schlagen läßt. Wünsche der Firma, sowie der ganzen Betriebsgemeinschaft ein frohes Weihnachtsfest und
ein gutes neues Jahr, das uns den Frieden bringen möge.
Wehinger Johann, Sold. FNr. 24468, Krakau I — Hilfsirbeiter von der Bauabtg. Steinebach - schickt aus dem Kriegslazarett
in dem er sich derzeit befindet Deutsche Grüße an die Betriebsgemeinschaft. Er freut sich über die Neuigkeiten aus
der Heimat und hofft auf ein baldiges Wiedersehen. — Wir wünschen ihm eine recht baldige Genesung.
Winsauer Klwin, FTr. 14724 — Tagazinsarbeiter von Tagazin Oberdorf — freut sich über den Dreihammer, den er an der
Front erhalten hat und meint; „Es sind ja wieder viele Solbaten auf bic Welt gekommen, wie ich in der Werks-Zeitung
gelesen habe. Diesesmal kann ich Weihnachten und Neujahr nicht im Ländle feiern, hoffen wir bas nächste Jahr.
Alle die Soldaten, die unseren Dreihammer erhielten, freuten sich herzlich über die Zusendung, wird in
ihnen doch so die Erinnerung an die alte Arbeitsstätte wachgerufen.
©ie Betriebsführung hat sich daher entschlossen, allen Soldaten unseres Betriebes (soweit die Abreffen
vorliegen) bie Zeitung monatlich zu senden.
Wieviel Freude und Unterhaltung könnte aber hauptsächlich ben Soldaten in der Ferne gemacht werden,
wenn Ihr in ber Heimat mithelfen würbet ben Dreihammer persönlicher zu gestalten, daß er nicht immer nur
Betriebliches bringt, sondern Erlebnisse Einzelner vom letzten unb von biefem Krieg, von Urlaubsfahrten,
Abhandlung über Liebhabereien (Briefmarken, Foto usw.), Gedichte, Humoristisches usw. fo würbe unfer
Dreihammer wirklich zur Festigung unferer Betriebsgemeinschaft beitragen.
Es erwartet daher bie Schriftleitung bis jeweils 20. b. 211. auch Eure Mitarbeit. Einsendungen sind
in doppelter Ausfertigung, mit Tinte geschrieben, persönlich unterfertigt an bie Schriftleitung, Sozial-Äbt.
Steinebach zu fenben.
Dank an fel. Anita!
Vor einigen Tagen nahm bie Betriebssportlehrerin Frl. Anita Becher, anläßlich eines Appells von uns
Abschied, ©er Tag, ben wir alle kommen sahen, war leider zu verfrüht.
Bleibt unS doch bie Erinnerung an schöne Stunben, in benen fie uns mit großer Geduld vieles beibrachte,
bas zur Ertüchtigung unb Geschmeidig Erhaltung beS Körpers bient; sowie wir uns auch an ihrem
Frohsinn unb sonnigen Wesen erfreuen konnten, wenn fie nach einer Turnstunde ober nach einem Fußszballspiel
noch in unferer Gesellschaft weilte.
Och glaube, bie Tränen in unseren Augen waren ihr Beweis genug bafür, daß wir fie in unfer Herz
geschlossen hatten. Wir banken ihr für alles Schöne, bas fie uns bot unb unfere heften Wünsche begleiten fie
in ihre Zukunft. Sie war nicht nur unfere Sportlehrerin, sondern auch unfere Kamerabin, ganz im Sinne beS
Führers ohne Unterschied.
Frl. Anita ift unb bleibt für unS baS Vorbild einer echten deutschen Frau. Elba Posar
Weihnachten in der Alusbildungsabteilung
Wie bisher alle Jahre fo feierte auch heuer
trotz beS Krieges baS deutsche Volk ein recht schönes
Weihnachtsfest. So machten auch wir Burschen von
ber Rusbildungsabteilung unferen Lehrpersonen eine
große Überraschung. Wie wir auf biefen Gedanken
gekommen sind, werbet Ihr Leser gleich erfahren:
Rurz vor einigen Tagen beS Freudenfestes fo
fragte man einanber, wie eS bei jungen Leuten
Uon Anlernling Eugen TTlotz
üblich ist: „Was wirb bir wohl baS Christkind
bringen?" ©er eine jagte mir einen Pullover, ber
anbere Schi, usw. ©ann gab eS auch noch solche
unter unS, bie jagten, Kleidungsstücke bekomme ich,
aber eines fehlt, ein Christbaum, ©ann stellten sic
einige Rollegen zusammen unb sprachen, weist du
waS, wir machen in unferem Schulzimmer einen
Weihnachtsbaum. Erstens, bamit wir untereinander 118