front und Betriebsgemeinschoft
Grüße sandten : Amann Benno, Battisti Johann, Bauer Pius, BBichler Anton, Bildstein Gebhard,
Dilger Ferdl, Burtscher Oskar, Breusz Wilhelm, Dengl Josef, Doblander Andre, Döwa Hans, Ducati Karl,
Eberharter Sgnaz, Eberhardt Leo, Eisenhofer Klois, Feurstein Rudolf, Fußzenegger Eugen, Fußenegger Hubert,
Fuszenegger Josef, Graller Heinrich, Gabrielli Erwin, Gunz Alfons, Gsteu Thomas, Hager Anton, Hagen
Edelbert, Halbeisen Josef, Hartmann Alfons, Hämmele Josef, Hämmerle Ernst, Hämmerle JDD, Hämmerle
Ludwig, Hämmerle Fridl, Hämmerle Martin, Heinzle Georg, Herburger Franz, Hofmann Josef, Huchler Emil,
Huber Karl, Huber Eugen, Jäger Wilhelm, Jennewein Engelbert, Jussel Oswald, Ralb Franz Martin,
Karg Siegfried, Rohler Josef, Rohler Ferdl, Kaufmann Ferdinand, Lecher Rarl, Lingg Edwin, Lochmahr Karl,
Luger Franz Martin, Lerch Ludwig, Lung Josef, Lut Franz, Tangeng Emil, QTathis Gebhard, Teier Elbert,
QTeier Alfred, Mennel Gebhard, Toosbrugger Franz, Nußbaumer Eugen, Ölz Franz Josef, Peter Heinrich-
Pfurtscheller Johann, Pizzini Anton, Rhomberg Franz Tc., Rüdisser Gebhard, Saemann Johann, Sohm
Arnold, Sohm Franz, Schluge Gottlieb, Schwendinger Julius, Streitler Ferdl, Toth Stefan, Thurnher Ernst,
Urban Quido, Unterfurtner Erich, Vollmer Josef, Wachter Edmund, Waibel Andreas, Wehinger Franz,
Weichselbaumer Franz, Winsauer Rudolf, Wohlgenannt Josef, Wagner Rarl, Zanol Eugen, Zündel Ambros.
Auszüge aus öen vielen Schreiben unserer Soldaten:
... Jetzt bin ich 40 km vor Lodsch (Litzmann-
stadt) gelanbet. Wir sind in der Villa eines Grosz-
industriellen einquartiert, bie vor uns von einem
General bewohnt war. Zu meinem großen Erstaunen
ift ber Betrieb nebenan eine Baumwollweberei
(Glatt- und Rohweberei). Die Zahl ber Webstühle
beläuft sich auf 900—1000; es sind auch einige
Maschinenstühle barunter. Spinnerei, Spulerei, Vor-
werk, Schlichterei unb Rauherei finb mit ben
modernsten Maschinen englischer Herkunft aus bem
Jahre 1937 eingerichtet. Der Besitzer ift ein Volks-
deutscher mit Namen Ender. Sobald ich Gelegenheit
habe, werde ich mich mit ihm in Verbindung setzen.
Er bürfte bem Namen nach ein Vorarlberger fein.
Den polnischen Verhältnissen entsprechend ift ber
Betrieb ziemlich fauber, kann sich aber mit unserer
heimatlichen Arbeitsstätte noch lange nicht messen,
wie ich erfreulich feststellen konnte.
... Es war meinen Kameraden unb mir eine
große Freude, Lesestoff von ber Heimat bis in bie
Norde im hohen Norden nachgeschickt zu bekommen.
Nun konnte ich meinen Kameraden, bie beinahe alle
aus ber Steiermark finb unb meistens in ben dor-
tigen Bergwerken in Arbeit stehen, auch einmal bie
Schönheiten unb Neuerungen meines Betriebes zeigen.
... Und daß wir mit bem Dank nicht auf uns
warten lassen, beweisen am besten bie unvergleich-
lichen Taten, bie unsere tapferen Solbaten allerorts
vollbringen. Leider wurde mir bisher noch keine
Gelegenheit gegeben, an ber Seite meiner Kameraden
für unser Vaterland unb unser Lebensrecht kämpfen
zu dürfen. Rönnen Sie ermeffen, was es heist, als
junger Rerl fo weit ab von all bem stehen zu muffen?
... Gerade in Feindesleind, wo man off Tage
lang kein deutsches Wort vernimmt, finb Berichte
aus ber Heimat ein willkommener Gast.
... Die Umstellung von Terfil- auf Stall-
arbeiten unb Reiten war anfangs etwas hart, aber
bei gutem Willen unb voller Einsatzbereitschaft wirb
das Unmöglichste möglich. Die Hauptsache ift bet
gute Geist in uns allen unb an bem fehlt es nicht.
Wir finb alle stolz, das graue Ehrenkleid fragen
zu dürfen.
... Es iff ja heute alles fo ganz anders wie
im Weltkrieg, wo bie Heimat fo gänzlich versagt
hat unb bet siegreichen Krmee in ben Rücken fiel.
Nun weiß auch bet einfachste Solbat, daß auch die
Heimat mitkämpft unb ihre Pflicht erfüllt. Daher
muß ber Endsieg in biefem gewaltigen Ringen unfer
fein unb das große Werk unseres Führers wirb
feine Krönung finden. Dann kann das deutsche Volk
wieber in Ruhe unb Frieden ber bevorstehenden
Aufbauarbeit nachgehen.
Wir erwidern die Grüße herzlich und wünschen
weiterhin alles Gute.
Betriebsführer unb Gefolgschaft 85