Der Betriebsobmann
Da nach der Verordnung des Führers vom
24. Oktober 1934 über Wesen und Ziele der
Deutschen Arbeitsfront die Nationalsozialistische
Deutsche Arbeiterpartei die Führung der Deutschen
Arbeitsfront hat, bestimmte Gauleiter Bürkel nach
Kngliederung der Ostmark an das Deutsche Reich,
daß in den Gauen, Kreisen und Ortsgruppen die
Führung der Deutschen Arbeitsfront durch die Gau-,
Kreis- und Ortsgruppenleiter zu erfolgen hat. Diese
Maßnahme bringt die unmittelbare Führung der
Deutschen Arbeitsfront durch die NSDAP zum
Ausdruck. Die Deutsche Arbeitsfront marschiert nicht
neben der Partei, sondern ift ein vollwertiges Glied
her NSDAP.
Äußerungen der Deutschen Arbeitsfront sind
Äußerungen der Partei. Die Richtlinien und Forderungen
der DAT gelten der Bildung und Förderung
der Betriebsgemeinschaft, der Sicherung und
(Erhaltung des Arbeitsfriedens, der Erhöhung der
Erzeugung, her Erhaltung bet Betriebe und damit
bet Wirtschaft, bet Herbeiführung einer sozialen
Gerechtigkeit, bet (Erhaltung und Förderung ber
Arbeitskraft. Alle biefe Dinge sind Richtlinien und
Forderungen bet Partei innerhalb her Betriebe. In
ben Betrieben wird baßer bas entscheidende Ringen
zur Durchführung biefer Dinge cor sich gehen. Die
Aufgaben, bie ber Nationalsozialismus im Betriebe
durch bie DAS zu erfüllen hat, sind in bie Hände
ber Betriebsobmänner gelegt worden. Sie sind bie
Beauftragten ber Nationalsozialistischen Deutschen
Arbeiterpartei und bamit bie Verfechter ber nationalsozialistischen
Weltanschauung im Betriebe. Der
Betriebsobmann erhält durch bie DAS die politischen
Richtlinien für feine Arbeit im Betrieb. Die DDTnehmste
Aufgabe des Betriebsobmannes ift, feinen
Arbeitskameraden durch gutes Vorbild unb in feiner
weltanschaulichen nationalsozialistischen Ausrichtung
beispielgebend zu fein Eine weitere Aufgabe besteht
in ber Zusammenfassung ber im Betriebe nach derschiedenen
Berufen unb Aufgaben vereinigten Tenschen
zu einer Gemeinschaft. Alle Schaffenden ber
Stirn unb ber Faust müffen durch gleiches Fühlen
unb Denken immer enger zusammenrücken unb alles
Trennende ausmerzen. Ein vielfach falsch verstandenes
Kapitel ift baS Verhältnis zwischen Betriebsfühtet
unb Betriebsobmann. Der Betriebsobmann muß ein
treuer Helfer unb ehrlicher Berater beS Betriebs-Führers
fein. Beibe arbeiten eng zusammen, denn
beibe haben baS gleiche Ziel, innerhalb beS Betriebes
einen gerechten sozialen Ausgleich herbeizuführen,
ben Arbeitsfrieben zu sichern unb eine Betriebsgemeinschaf
zu bilden, bie eine gesunde unb gedeihliche
Aufwärtsentwicklung beS Betriebes gewähr-Icistet.
Aus diesem Grunde sprechen fie fich über alle
auftauchenden Fragen unb Aufgaben regelmäßig aus.
Groß unb mannigfaltig sind bie Aufgaben, bie
an ben Betriebsobmann herantreten. Vielseitig sind
bie Fragen, bie jeden Tag auftauchen. Der eine
Kamerad will etwaS über DF-Unterstützungen
wissen, ein anderer ift gesundheitlich nicht ganz auf
ber Höhe, muß einen leichteren Arbeitsplatz haben,
einer muß einrücken, waS ift mit feinem Arbeitsplatz,
mit feinem Urlaub, geht ihm nichts verloren;
wieber einer hat Reibereien mit feinem Meister, ber
bewirbt sich um ein Theateranrecht usw. So geht eS
ben ganzen Tag. Biele Dinge müffen durch ben
Krieg bebingt zurückgestellt werben; auch baS müffen
endlich einmal alle verstehen. Nach biefem Kriege
wirb man alles Menschenmögliche tun, um alle
auftauchenden betrieblichen Probleme nach beftem
Willen unb Können zu lösen. Manchmal wirb bie
nicht immer leichte Arbeit beS Betriebsobmannes
dadurch erschwert, baß ein Krbeitskamerad nicht
verstehen will, baß fein persönlicher Wunsch nicht
immer berücksichtigt werben kann. DaS kommt
daher, weil er feine Sache nur von feinem Standpunkt
aus sieht. Der Betriebsobmann muß jebe
Entscheidung ber Betriebsgemeinschaft unb darüber
hinaus ber Volksgemeinschaft gegenüber vertreten
können. Es sollte baher jedes Gefolgschaftsmitglied
auch etwaS weiter benken uub baS Bertrauen zu
bem Betriebsobmann haben, ber [ich bemüht, bie
Entscheidungen [tetS fachlich zu fällen. Nur fo können
wir unS gegenfeitg helfen. Jeder Betriebsobmann
geht freubig für feine Kameraben unb für ben
Betrieb an feine Arbeit, im stolzen Bewusztsein bet
nationalsozialistischen Weltanschauung zu bienen unb
ein treuer Mitkämpfer beS Führers zu fein. E.H.
Widerstände sind nicht da, daß man vor ihnen kapituliert, sondern daß man fie bricht.
Abolf Hitler, QTein Kampf 88