Dos Sommerfest im Kindergarten
In allen Rindergärten Großdeutschlands wurde
am 30. Juni ein Sommerfest veranstaltet, so auc
bei uns. Es galt der 100-Jahresfeier der Gründung
des Kindergarten.
Schon lange freuten sich unsere Rinder darauf.
Die Vorbereitungen hatten früh begonnen. Da wurden
Gewinne, Hüte für die Buben, Kränzchen für die
Mädchen gebastelt, Girlanden und Wimpeln zugeschnitten
usw. Begeistert half da die kleine Schar
mit. Tlit stahlenden Gesichtchen kamen sie Samstag
gelaufen und sagten: Tante, mein Vater und meine
Mutter kommen... Wir hatten ihnen nämlich
Freitag die Einladungen mit heim gegeben.
Der BS21 und 3217 halsen wacker beim schmücken
mit. Der Mast in der QTitte des Platzes wurde
aufgestellt, verlockend tankten die Preise im Wind,
die am Kranz angebunden waren. Unser Wettspielplat
wurde mit bunten Wimpeln abgegrenzt. Plakate
verrieten, was für Wettspiele hier gemacht werden.
Ein Stand voll schöner Gewinne war auch da. Aber
auch bas berühmte Kasperletheater von Herrn Hinterauer
durfte nicht fehlen. Die geschmückten kleinen Tische
sahen niedlich aus. Rüchen und Limonade füllte einen
anderen Stand. Nett sah unser Festplatz nun aus.
Das Wetter war gnädig. Um 2 Uhr sollte nun das
Festchen beginnen. Die Eltern und Kinder kamen.
Still waren bie Kinder DDT Schauen. Die Eltern
führte ich zum Festplatz, unsere Kinder aber würben
geschmückt. Die Buben bekamen ihre schneidigen
Hüte, bie Mädchen bie Rränze. Stolz waren fie
darauf. Das Festchen begann. Die Rinder zogen
paarweife ein, bie Musik spicltc. Unter dem Best
baum blieben wir stehen. Die Rinder sangen und
spielten nun Volksspiele und Tänzchen. Einige
konnten sogar ganz allein etwas aufsagen und singen
Das Märchenspiel „Dornröschen" gefiel besonders
gut. Die J21 spielten nun ein Stegreifspiel „Der
Froschkönig". Die Pausen füllte immer Musik aus
Die größeren Rinder spielten jetzt das Bolkstänzchen
„Da liegt an Apel und ba liegt a Birn" und „Es
geht nichts über bie Gemütlichkeit". Nun ging es
zu den Wettspielen. Die Größeren stürmten gleich
zum Festbaum. Voll Begeisterung würbe geklettert,
ein schöner Preis winkte ja ba oben. kleinere angelten
ihre Preise, wieber anbete taten bei den Wettspielen
mit, ba würbe Hindernis gelaufen, Ball
eingeworfen und Sackhüpfen gemacht. Wenn bie
Kinder bann ihre Preise holen konnten, war es eine
große Freude. Ein buntes, lustiges Treiben war auf
ber Wiese. Plötzlich ertönte aus bem Rasperlhaus
eine Glocke. Nun gings zum Rasperl. Jedes suchte
schnell einen Platz, wenn möglich ganz vorne. Ganz
begeistert folgten bie Kinder bem Spiel. Manche
standen auf und riefen bem Rasperle zu. Nach diesem
luftigen Spiel kam bie Jause. Die Limonade und
bet Kuchen schmeckten vorzüglich. Und bann gings
wieber heim mit freudestrahlenden Gesichtern bie
Gewinne immer wieber anschauend. Außer den Eltern
waren auch sonst noch Besucher erschienen und ich
glaube, daß es Stofs und Klein gut gefallen hat.
Hilde Kmann, Kindergärtnerin
Ratschläge für die Gartenbesitzer
Um Obstgarten ist laufend bafür zu sorgen, daß
bie Blätter gesund und von Schädlingen freigehalten
werben. Wo Blattläuse auftreten, fofort mit einem
Berührungsgift spritzen. Besondere Beachtung ift
bet Blutlaus zu schenken. Sie ift am weißen Flaum
leicht zu erkennen und solange fie bie jungen Triebe
noch nicht befallen hat, leicht durch Überpinseln ber
Nester mit Tropföl und 11/g / Flur zu vertilgen.
Stark verlauste Bäume sind schwer von ihr zu
befreien. Gegenwärtig tritt bie rote Spinnmilbe,
besonders an nahe ber Straße stehenden Bäumen,
stark auf. Zeigen bie Blätter eine leberartige Färbung,
ift fofort mit 1-2%/ Schwefelkalkbrühe zu
spritzen, fonft werben bie Früchte faft ungenießbar.
Dürre Äste und Zweige werben entfernt. An
den Neuveredlungen sind alle in bet Nähe der
Pfropfköpfe wachsenden Wasserschosse abzuschneiden,
bamit sich bie Edelreiser kräftig entwickeln können.
An den jungen Bäumen entfernen wir bie Alfterleittriebe
und schneiden alle nach innen wachsenden,
noch nicht abgeschlossenen Zweige auf 6—8 Blättet
zurück. — Ruch bie Wandreben erforbern laufend
unsere Kufmerksamkeit. Die aus ben Blattwinkeln
wachsenden Geiztriebe müffen fleißig entfernt werben.
Segen bie Rebenkrankheiten ift weiter nach Bedarf
mit Vorfol zu stäuben.
Sm Gemüsegarten herrscht jetzt das üppigste
Wachstum. Der Boben ist im Zustand bet Haupt- 92