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Full text: Dreihammer. Werkzeitschrift der Betriebsgemeinschaft F. M. Hämmerle

on einen Soldaten 
Lieber Ramerad! 
Als alter Frontsoldat des Weltkrieges nehme 
ich mir das Recht, Dir, dem Soldaten des gegen- 
wärtigen Krieges, einen Weihnachtsgruß zu senden. 
Weihnachten ist eine Zeit, die den Menschen, inson- 
derheit den Deutschen, zur Besinnung und zur Ein- 
kehr zwingt und einlädt. Auf den Deutschen, eine 
Rasse stärksten Innen- und Gemütslebens, hat kaum 
ein anderes Fest einen so nachhaltigen und tiefen Ein- 
fluß wie Weihnachten. Weihnachten ist für uns Deutsche 
das Fest der Familie, das ein einziges Hohelied von 
der immer wiederkehrenden wundervollen Mensch- 
werdung darstellt und in den Mittelpunkt dieser Weihe- 
nacht das Tutterglück und den Tuttersegen stellt. 
Es ift eine einzigartige Verherrlichung der Geburt, 
und in der Geburt des Gotteskindes stellt es symbol- 
haft die Wiederauferstehung der Natur am Fest der 
Wintersonnenwende dar. 
Da kehren auch Deine Gedanken, lieber Kamerad, 
zu Deiner Mutter zurück und ein stilles Heimweh 
befällt Dich, das durch keine, auch noch so gute Ra- 
meradschaf behoben werden kann. Ich kenne dieses 
Gefühl, lieber Soldat, und ich weiß, wie einem zu 
Tute ift, der am Heiligabend irgendwo an der Front 
ober im besetzten Gebiet, ober gar schwer verwundet 
im Krankenbett weitab von feiner Familie unb feinen 
Lieben Weihnachten feiern muß. Dann fragt man nach 
bem Warum unb weshalb bie Menschen kämpfen unb 
ringen unb wann ber Friede kommt, bamit bie Menschen 
alsdann ihrem friedlichen Handwerk unb Beruf nach- 
gehen können. Vor allem erinnern wir uns, daß wir 
in unferer Kindheit zu Weihnachten von ber Friedens- 
botschaft gehört unb gelernt haben. „Friede auf Erden 
unb ben Menschen ein Wohlgefallen!" Tan versteht 
bann nicht, weshalb ber Mensch gegen dieses angeblich 
oberfte Gebot Gottes verstöszt. 
Cieber Ramerad! Was heißt nun Krieg unb 
Frieden? Das Leben auf biefer Erde ift ein ununter- 
brochener, unabänderlicher, ewiger Kampf. Krieg unb 
Frieden sind keine Gegensätze, sondern nur andere 
Perioden unb anders geartete Episoden dieses 
schicksalhaften Maturlebens. Das, was uns unter 
ewigem Frieden, einem Gewinsel unb Gemisch von 
feigem Dulden unb weicher Freude, von dauern- 
bem Hallelujasingen unb engelhafter Frömmigkeit 
gelehrt würbe, gibt es auf biefer Erde nicht. 
Die Natur unb bamit Gott selber stellt Dich cor bie 
unausweichbare Alternative, entweder. Du willst 
leben, bann musst Du kämpfen, ober Du weichst 
bem Kampf aus unb bann gehft Du unter. 
von Dr. Robert Ley 
Ein anderes gibt es nicht. 
Deshalb, Soldat dieses großen, großen deutschen 
Freiheitskrieges, begreife auch Du, wie eS uns das 
Schicksal mit unerbittlicher Härte durch 41/2 Jahre 
Weltkrieg unb Jahre ber Gefangenschaft unb Jahre 
ber Erniedrigung unb ber Schande nach Versailles 
bis zur erbarmungslosen Vernichtung eingehämmert 
hat: Die Weihnachtsbotschaf Dom „Frieben auf Erden 
unb ben Menschen ein Wohlgefallen" kann niemals 
fo ausgelegt werben, daß bamit ber Kampf unb ber 
Krieg als ber letzte unb edelste Kusdruck des 
Kampfes verurteilt wirb unb ber Mensch feigem 
unb erbärmlichem Pazifismus zu huldigen hätte, 
sondern biefe Gottesbotschaft kann, wenn sich ber Herr- 
goft unb feine Schöpfung unb feine ewigen Natur- 
gesetze nicht widersprechen wollen, nur folgenden Sinn 
haben: 
Cieber Kamerab, höre mich an! 
In ber Welt unb in ber Natur wirb alles unb 
jebeS beherrscht non ewigen unabänderlichen Gesetzen. 
Es ist jene göttliche Ordnung, bie Materie unb Geist, 
Mensch, Tier unb Pflanzen, alles was ba kreucht 
unb fleucht, Sonne, Mond unb Sterne beherrscht. 
Und ber Mensch tut gut unb lebt oernünftig, wenn 
er sich unter biefe unabänderliche, ewige Ordnung unb 
Gesetze beugt unb fie in Demut unb Ehrfurcht an- 
erkennt, unb fein Leben unb Wirken danach einrichtet. 
Wir nennen das bie Vernunft unb ber National- 
sozialismus ift bie Lehre von biefer Vernunft unb 
bie Erkenntnis von Rasse unb Blut, Boden unb 
Raum, Arbeit unb Leistung; Ehre unb Kampf 
bedeutet nichts anbereS, als daß ber National- 
sozialis biefe Vernunft zu feiner Weltanschauung 
macht. Sein Kampf unb Ringen um bie macht in 
Deutschland unb bie gegenwärtige kriegerische Rus- 
einandersetzung ift nichts anbereS als ber Kampf 
beS Nationalsozialisten um bie Durchsetzung biefer 
feiner vernünftigen Weltanschauung. 
Lieber Kamerab! Leider ift eS nicht so, daß alle 
Menschen unb alle Völker nach ben Erkenntnissen 
unb natürlichen Gesetzen unb ber göttlichen Ordnung 
leben unb handeln. Vielmehr versucht ber Mensch, 
angetrieben durch Verblendung, Lüge und Verhetzung, 
fich gegen bie Vernunft aufzulehnen, fich gegen die 
natürliche Ordnung eine selbstgeschaffene künstliche 
Ordnung zu setzen. Und als Ausdruck biefer mensch- 
liehen Unvernunft unb beS menschlichen Wahnsinns 
gilt ber Jude unb feine chaotische Rasse. Der 
Turmbau zu Babel ift fo alt wie ber Jude. Immer 156
	        
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