waggons oder 69 lange Güterzüge ä 50 Waggons,
die als Rohstoffe der deutschen Tertilwirtschaf jährlich
entzogen werden. Diese 69 Güterzüge haben eine
Länge von 28 km.
Oder n bet Metallindustrie gehen durch jeden
Metallarbeiter täglich nur 100 Gramm — gewis
eine geringe Menge — verloren, bie nicht im Schrottkasten
eingesammelt werden. Dann macht das bei
3,5 Millionen Metallarbeiter pro Tag 7.000 Zentner
unb im Jahre 2,1 Millionen Zentner ober 7.000
offene Eisenbahnwaggons von je 15 Tonnen. Das
finb aber sogar 140 Güterzüge ä 50 Waggons,
bie eine Gesamtlänge oon 48 km haben. Stellen wir
uns einmal recht deutlich einen Güterzug von 48 km
Länge oor, ber mit Schrott unb Tetallabfällen belaben
ist, bie gedankenlos vergeudet worden finb.
Dabei betrachten wir hier nur bie Menge, nicht einmal
ben Wert ber Rohstoffe, ber in bie Millionen geht.
Unb selbst, wenn Ihr glaubt, dass kein Tertilarbeitet
täglich eine große Handvoll vergeudet — gut
— nehmen mir nur eine kleine Handvoll — bie
Hälfte 1/s Liter bem Umfange nach — an, unb
rechnen mir ftatt 100 Gramm nur 50 Gramm ftatt
69 Güterzüge nur 35, ftatt 28 km Länge nur einen
Bug von 14 km, auch bann ift es zu viel, viel Zu
diel. Das bürfen mir in Zukunft nicht mehr. Es ist
ein Verbrechen an bet deutschen Volkswirtschaft, täglich
ganze Eisenbahnwaggons mit Rohstoffen zu
vergeuden unb zwar nur durch unfere Bequemlichkeit
ober Denkfaulheit. Wir haben uns überzeugt, das
es tatsächlich auf jebe Kleinigkeit ankommt. Eine
Handvoll zur anbeten macht einen Ballen unb aus
Ballen merben Waggons unb ganze Güterzüge. Den
Kampf gegen eine gedankenlose Vergeudung der
Rohstoffe müffen mir Mann für Mann mit aller
Energie führen, meil hier ungeheure Werte für die
deutsche Wirtschaft in Frage kommen. Diefe Verpflichtung
legt uns unfere Verbundenheit in ber
Volksgemeinschaft auf.
Drum helfen mir mit, jeber einzelne! Seien mir
uns bemüht, daß es hier um Aillionenwerte für bie
deutsche Wirtschaft geht, bie nicht verderben und
unb vergeudet merben dürfen, unb benken mir immer
baran:
Es kommt nicht nur auf Kleinigkeiten an, sondern
auf jede Kleinigkeit kommt es an.
Mitteilungen dec Cohn- und Personalabteilung
Vom Leiter der Abteilung Franz Zoppoth
Betrifft: Mitgliedsausweise für die Angestellten-Krankenversicherung
Die Allgemeine Ortskrankenkassa Sektion für
Angestellte in Dornbirn hat mir mitgeteilt, bah der
Mitgliedsausweis (gelbe Doppelkarte) keine Gültigkeit
mehr hat. Es merben baher in biefe Karte keine
Familienstandsveränderungen (mie 3. B. Verehelichung
ober Geburten) mehr eingetragen. Die Veränderungsmeldungen
müffen aber trotzdem an bie Lohn- unb
Personalabteilung geleitet merben, bamit fie von
bort ber Allgemeinen Ortskrankenkassa mitgeteilt
werden können.
An Stelle des Mitgliedsausweises tritt im
Erkrankungsfalle ber Mitglieder-Krankenschein aber
ber Familien-Krankenschein, menn ein Angehöriges
erkrankt.
Diefer Schein wird mie bisher von ber lohnunb
Personalabteilung ausgestellt unb kann bei
gleichzeitiger Einzahlung von 25 Rpf für bie Gebührenmarke
telefonisch ober schriftlich bort angeforbert
merben.
Betrifft: Erweiterung des
Auf Grund ber Verorbnung des Reichsarbeitsministers
Dom 4. Februar 1941 momit bie Bestimmungen
über bie Versicherungsgrenze in ber Krankenversicherung
in ben Reichsgauen ber Ostmark abgeänbert
merben, finb ab 1. März 1941 krankenversicherungspflichtig:
a) Alle Angestellten, bie am 1. März 41 einen
Monatsverdienst bis RT 600. - (Jahresbruttoverdienst
bis ROT 7.200.—) hatten, finb kranken-Versicherungskreises
in der Angestellten-Krankenversicherung
versicherungspflichtig. Bis zu biefem Zeitpunkt konnten
fich Angestellte mit einem RT 300.— übersteigenden
onatsverdienst von ber Krankenversicherungspflicht
befreien lassen unb sich freiwillig bei einer privaten
Versicherungsanstalt versichern. — Es finb also auch
solche, bie sic befreien liehen wieder versicherungspflichtig;
hievon finb lediglich jene ausgenommen,
bie bie Mitgliedschaft bei einer Ersatzkassa erworben
haben. 22