Am Rameradschaftsabend übermittelte uns der Betriebsführer und
Betriebsobmann die freudige Runde, daß unserer Werksgemeinschaft
30000 2. mol 003 Gouiplon füe 100000002002 Ceiftungem
verliehen wurde. Wir haben ein Recht stolz zu sein auf diese Ruszeich-
nung, sie legt uns aber auch die Verpflichtung auf, wieder mit ganzer
Kraft weiter zu arbeiten, um die höchste Auszeichnung zu erringen.
Der Leistungshampf der Betriebe
Von Betriebsobmann E. Hofmann
Im Rahmen einer zweiten Tagung der Gau-
arbeitskammer überreichte Gauleiter Hofer im Fest-
saale der Hofburg in Innsbruck die Gaudiplome und
Leistungsabzeichen an die im Leistungswettkampf aus-
gezeichneten Betriebe unseres Gaues.
Der Beauftragte des Gauleiters für die Deutsche
Arbeitsfront, Gauobmann Pg. Gieselbrecht eröffnete
die Tagung und wies in seiner Begrüßungsansprache
besonders darauf hin, daß beide bis jetzt in der Ost-
mark durchgeführten Leistungswettkämpfe im Kriege
durchgeführt werden mußszten und daß trotz Krieg von
den 1700 Betrieben die im Gau Tirol-Vorarlberg
teilgenommen hatten, mehrere würdig seien, als Reichs-
sieger vorgeschlagen zu werden.
Wenn nur ein Betrieb die goldene Fahne be-
kommt, so liegt das daran, daß die Gründung der
Werkscharen bis jetzt zurückgestellt werden muszten.
Der Gauobmann Gieselbrecht erklärte am Schlusz seiner
Rede, daß nac dem Siege der Wirtschaft großsze Kuf-
gaben gestellt werden, die auf allen Gebieten eine
unablässige Leistunssteigerung erfordern werden. Nach
der Begrüßungsansprache unseres Gauobmannes trat
der Gauwirtschaftsberater Pg. Dr. Bilgeri an das
Rednerpult. Der Redner sprach eingangs von gegen-
wärtigen kriegerischen Ereignissen und betonte, das
alle Werktätigen an der Schaffung des Kriegsmaterials
dem Führer und den Soldaten die Tittel geben um
diesen Krieg zu einem raschen und endgültigen Siege
zu führen. Pg. Dr. Bilgeri führte weiter aus, der
Sinn der Ruszeichnung sei auch, alle Wankelmütigen
und Schwachen immer wieder aufzurichten und selbst
immer bereit sein, die Leistungen zu steigern und zu
verbessern. Partei und Staat sorgen dafür, das die
Betriebe in diesem Sinne ausgebaut werden. Es ist
besonders unser Gauleiter der diesen Dingen grösztes
Verständnis entgegenbringt. Der Redner sprach dann
weiter über wirtschaftliche Maßnahmen, über Kredit-
wesen, über Steuerermäßigung. Der Gauwirtschafts-
berater schloß seine Ausführungen mit dem Mahnruf,
auch nach der siegreichen Beendigung des Krieges den
Helmriemen enger zu binden und unser Volk zu einer
nationalsozialistischen Lebensauffassung zu erziehen. Es
soll unser Gau Tirol-Vorarlberg auch auf diesem
Gebiete einmal zu den Besten gehören.
Bevor unser Gauleiter die Verteilung der Diplome
an die Betriebsführer und Betriebsobmänner der
ausgezeichneten Betriebe vornahm, richtete er sehr
ernste Worte an alle Versammelten. Unser Gauleiter
führte an, daß man mit Rücksicht auf die Kriegs-
verhältnisse von einer großen öffentlichen Feier Ab-
stand genommen habe, obwohl man gerade solche
Feierstunden in das Licht der Öffentlichkeit stellen
sollte. Solche Leistungskämpfe sind immer Ergebnisse
eines Jahres schwerer Arbeit mit der Bemühung,
Vorbildliches innerhalb der Betriebsgemeinschaf zu
schaffen. Der Gauleiter stellte dann den großen Unter-
schied zwischen dem Weltkrieg und dem heutigen
Kampfe fest. Er betonte, daß es heute in der Heimat
keine Etappenstimmung gebe, sondern daß wir alle
in einheitlichem Willen zum Siege in ehrlicher Zu-
sammenarbeit zwischen Partei, Wehrmacht, Staat und
Wirtschaft stehen. Ganz besonders betonte der Gau-
leiter die Verantwortung, die der Betriebsführer
im Betriebe trägt. Von der Haltung des Betriebs-
führers hängt auc die Haltung der Gefolgschaft und
damit die Leistung des Betriebes ab. Die Ereignisse 48