Derläszlichsten Waffen ihren vollen Einsat leisten
können, gleich so ist es bei der Feuerwehr. Anfangs
Dezember 1938 erhielt die Werkswehr nun zur
überaus großen Freude aller Wehrmänner endlich
die Waffe, die sie schon längst brauchte und ersehnte
die QTiotorspritze. Sofort wurden bei diefem Gerät
Übungen begonnen. Es sollte sich nur zu bald
zeigen, daß die Wehrführung Recht hatte.
Schon am 17. Jänner 1939 riefen die Sturmglocken
von der Bergparzelle Rehlegg und beren
Bewohner die Fabriksfeuerwehr Steinebach als erfte
Hilfe an. Unter ben allerschwersten Wegverhältnissen,
Wiederum kämpfen heute viele Rameraden,
tüchtige unb schneidige Wehrmänner unferer Werks-Feuerwehr
draußen an ben Fronten vom hohen, eifigen
Norden bis hinunter in ben heißen fonnigen Süben
unb ringen für unseres Vaterlandes Größe unb
Zukunft.
Ihrer aller wollen wir heute im besonderen gedenken
unb ihnen treu kameradschaftliche Wehrmannsgrüße
entbieten mit bem einem Wunsche: „Rommt bald
wieder gefunb heim in unfere Reihen !"
Durch ben Abgang biefer Kameraden musste
bie Wehr burch anbere Leute aus ben Betriebsstätten
Tleueste Aufnahme
ohne die
17 Wehrmänner
bie öjt. im Wehrdienst
stehen.
ber Hauptzugangsweg war schmal unb besonders
stark vereist, erreichten unfere Wehrmännet unter
großen Anstrengungen ben Brandort, ber sich zu
einem Großzbrand entwickelt hatte. In denkbar küc-Zester
Zeit stand nun biefe verläszliche Waffe — bie
Motorspritze voll in Aktion unb erhielt schon fo früh
bie Feuertaufe. Die unmittelbar an bem Brandherd
liegenden Häuser konnten ohne weitere Anstrengungen
rasch unb ganz gerettet werden. Daß es klappte,
davon konnte fich damals als erfter unfer Betriebsführer
Herr Franz Hämmerle felbft überzeugen unb
fein gewisses Lächeln fagte uns genügenb.
In allerletzter Zeit murbe bie Wehr noch mit
einem neuzeitlichen Schaumlöschgerät ausgestattet, das
uns Wehrmännern eine ebenfo große Freude macht
wie bie Motorspritze.
So hatte fich die Werksfeuerwehr vom Jahre
1877 bis heute rastlos vorwärts entwickelt unb steht
nun wohlausgerüstet ba.
heraus verstärkt werden um gewissen Anforderungen
stets gewachsen zu fein.
So mirb auch zu jetziger Kriegszeit in ber
Werksfeuerwehr unentwegt voll unb ganz unb mit
Liebe weiter gearbeitet. Wenn hier auch nicht alle
Brände aufgezeigt mürben, bie bie Wehr Steinebach
mitgemacht hat, fo sollen nach alter Sitte des Wehrmannes
Taten mehr sprechen als viele Worte.
Wenn früher das Sprichwort fagte unb heute
noch fagt: „Einer für alle unb Alle für einen" fo
wollen mir Wehrmänner ben Spruch hinzufügen, der
uns ein ehrenber unb echter ift:
„Mehr fein als scheinen"
Treue, Opferwilligkeit,Verschwiegenheit sind
Tugenden die ein großes Volk nötig braucht
Aus „Mein Kampf" Seite 461