nach verhältnismäßig kurzer Haft infolge Verrat an
den eigenen Genossen mit einigen Kusnahmen wieder
in Freiheit gesetzt. In den Kerkern verblieb bet
Tann mit Haltung.
Als einige Monate später bet Nufstand der
Nationalsozialisten im Feuer bet Systemregierung
zusammenbrach, da standen in ihren Reihen bereits
ganze Formationen von chemaligen Schutzbündlern,
bie sich nicht als bie schlechtesten Kampfgefährten
erwiesen. Aber auc für bie illegalen revolutionären
Sozialisten mat ber Nationalsozialist nicht mehr
bet seinerzeitige Gegner, sondern bet achtenswerte
Rämpfer.
Vier Jahre Schmach, Not und Elend zogen
über dieses Österreich. Die Regierungstreuen wurden
immer weniger, bie Gegner des Systems immer
mehr. Eine große Verschiebung fand in biefen Jahren
statt, nicht mehr in zwei und brei Lager spalteten
sic bie Regierungsgegner, sondern stark und stärker
wurden bie Reihen ber illegalen Sa und sonstigen
Gliederungen ber Nationalsozialisten, weil auch bie
Arbeiterschaft immer mehr sah, daß nur bie Ideen
Kdolf Hitlers Befreiung und Verwirklichung des
Sozialismus bringen konnten.
Tlärz 1938, bie Stunde ber Befreiung hatte
geschlagen. Die Truppen unb Verbände Adolf
Hitlers zogen übet bie Grenze, jubelnd von ber
Bevölkerung begrüßt.
Der Arbeiter ber Ostmark, er, ber bisher zum
Teil nur entstellt unb verzerrt den Nationalsozialismus
dargestellt erhalten hatte, konnte sich selber
von ber Disziplin unb Ordnung überzeugen. Er, ber
jahrelang arbeitslos bem Hunger überantwortet war,
er würbe unterstützt unb aufgerufen als Kamerad
unb Volksgenosse. Er wurbe eingeschaltet in bas
große Aufbauwerk. Und alle führenden Männer ber
Bewegung hielten ihm in ihren Reden bie Hände
entgegen unb sprachen von bem Arbeiter als eine
ber Stützen beS neuen Volksstaates. Dort seinerzeit
baS ewige Gerede von Sozialismus ohne verbindende
Handlung, hier im Dritten Reich ber Sozialismus
ber Tat, ber rücksichtslos gegen jeden Schädling
durchgriff, bet sich in jeder Handlung zeigte. Wahrlich,
eS würbe bem Arbeiter ber Ostmark nicht
schwer gemacht, den richtigen Weg einzuschlagen.
Seine inneren Wünsche unb Ansichten übet
Sozialismus, bie zwar immer im Widerspruch zur
Bonzenführung standen, fie gingen hier bet Erfüllung
zu. Die Klassenschranken fielen, nicht mehr Intellektuelle
unb Proletarier, sondern Arbeitskameraben
ber Stirne unb ber Faust. Sie würben weggeholt
von ben Erbeitslosenämtern unb eingebaut in bas
Riesenaufbauprogramm. Not unb Elend waren
vorüber, Arbeit unb Brot gibt eS für jeben ehrlich
Schaffenden.
Der Arbeiter ber Ostmark, er hat heimgefunden
zu Volk unb Reich. Es gab ein Vaterland, wofür
er ja bereits durch vier Sahre im großen Weltringen
an ber Front feinen Mann stellte, nach bem Kriege
aber dafür vom jüdischen Internationalismus derhöhnt
unb verspottet wurbe, baS Vaterland seines
ganzen deutschen Volkes — Großzdeutschland, bem
auch er nun stolz zugehört unb beffen getreuer
Kämpfer er fein will.
Der Nationalsozialismus anerkennt bie Haltung
ber Freiheitskämpfer ber Februartage beS Sahres
1934, er fenkt bie Fahnen vor ben Opfern biefer
Tage auf beiben Seiten.
Der innere Wert beS Blutes hat gefiegt, heute,
nach fünf Jahren, bie feit Februar 1934 verflossen
sind, ist auS bem ehemaligen verführten maristischen
Arbeiter ein Kämpfer für ben wahren nationalen
Sozialismus geworben. Und fo wie et bamalS auf
bie Barrikaden ftieg, um feine letzte Ehre zu derteibigen,
ift er heute bereit, feine Arbeitskraft unb
fein Leben für bie Idee beS Nationalsozialismus
einzusetzen.
Der deutsche Arbeiter der Ostmark dankt feinem Befreier aus Not und Elend,
er dankt bem größszten Sohn seines Volkes, ber selbst ber erste Arbeiter unb
Soldat in biefer Gemeinschaft ist, er dankt feinem Führer Kdolf Hitler für
feine Befreiung. Er wird durch feinen Einsatz beweisen, dass er für feine
Volksgemeinschaft, bie erst ber Nationalsozialismus über alle Schranken, Klüfte
unb Hemmnisse verwirklichen konnte, für feine gewonnene Freiheit unb Ehre,
bie bie Freiheit unb Ehre seines ganzen deutschen Volkes ift, zu arbeiten und
aber auch, menu es jemals fein muß. mit allen Kräften zu kämpfen versteht.
(Entnommen dem „Österreichischen Beobachter" mit dessen Erlaubnis) 34