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Full text: Dreihammer. Werkzeitschrift der Betriebsgemeinschaft F. M. Hämmerle

Volksgemeinschaft und Volksgesundheit 
Von Betriebsarzt Dr. Fieber 
Um Laufe von vielen Besprechungen im ersten 
Jahr meiner Tätigkeit habe ich von seiten der Ar- 
beitskameradinnen und -Rameraden manchmal An- 
sichten und Meinungen vertreten hören, die mit unserer 
heutigen Weltanschauung nicht ganz übereinstimmen. 
Ich mache dies den einzelnen Arbeitskameraden nicht 
zum Vorwurf, möchte aber die Gelegenheit benützen, 
einmal grundsätzlich über die Zusammenhänge von 
Volksgemeinschaft und Volksgesundheit zu sprechen, 
besonders da durch die jetzige Kriegslage die Sache 
sich für den Einzelnen sehr einschneidend auswirken 
kann.Wir stellen auf Grund unserer nationalsoziali- 
stischen Weltanschauung den Nutzen der Gemeinschaft 
in den Vordergrund und rücken den Nutzen des 
Einzelnen an zweite Stelle. 
Sie alle, meine Arbeitskameraden, haben nun 
seit der Machtübernahme immer wieder von allen 
Seiten gepredigt erhalten, daß es eine völkische Pflicht 
ist, auf die Gesundheit zu achten und sich gesund zu 
erhalten, um arbeits- und wehrfähig zu sein. 
Wir sind nun heute als ganzes Volk durch die 
Machenschaften unserer Gegner, besonders des jüdischen 
Volkes, in die Lage gedrängt worden, Rrieg um 
unseren Lebensraum und um unsere Zukunft führen 
zu müssen. Wir müssen also heute einerseits unsere 
Wehrfähigkeit beweisen und das tun diejenigen un- 
serer Volksgenossen, die mit der Waffe in der Hand 
an der Front stehen und wir müssen andererseits 
unsere Arbeitsfähigkeit unter Beweis stellen, das tun 
diejenigen Volksgenossen, die mit dem Werkzeug in 
der Hand die vielerlei Waffen und Hilfsmittel für 
die Wehrmacht zuhause anfertigen. Die Anspannungen 
auf beiden Gebieten, sowohl an der Front, wie in 
der Heimat, sind die größten, die unserem Volke 
zugemutet wurden. Wir haben nicht die Wahl, diesen 
Anspannungen ausweichen zu können, sondern müssen 
einfach durchstehen, bis der Gegner besiegt zusammen- 
gebrochen ist. 
Wir verlangen daher von dieser Arbeiterschaft- 
von dem geistigen und dem Handarbeiter, die Hergabe 
aller Kräfte um möglichst rasch den Gegner nieder- 
kämpfen zu können. Es ist nun möglich, daß der 
eine oder andere Arbeitskamerad über keine so feste 
Gesundheit verfügt — oft durch eigene Schuld, weil 
er eine falsche Lebensweise führt, raucht und trinkt 
— daß er allen Anspannungen wiederstehen kann 
und trotzdem gesund bleibt. Die Volksgemeinschaft 
nimmt Rücksicht darauf, um diesen Vg. und Vgn. 
Erleichterung beim Arbeitseinsatz zu gewähren. Diese 
Erleichterung hat aber ihre Grenzen. Ich verweise 
darauf, daß der Soldat wohl auch ärztlich betreut 
wird und völlig Ungeeignete als wehrunfähig erklärt 
werden, genau so, wie es Arbeitsunfähige in der 
Heimat gibt. Aber der Maßzstab ist ein viel strengerer 
und die Forderungen, die an den Soldaten gestellt 
werden, sind bedeutend größere. Der Soldat muß 
nicht nur 8 oder 10 Std. am Tag, sondern immer, 
wenn der Befehl kommt, seine Pflicht tun und be- 
kommt auch keine Überstundengebühr oder sonstige 
Zuwendungen. Die Volksgemeinschaft kann verlangen, 
daß in einem totalen Krieg, wie Dr. Ley unlängst 
vor Rüstungsarbeiter ausführte, auch totale Anfor- 
derungen an jeden Einzelnen der Heimat gestellt 
werden, d. h. daß wir den strengen Maßstab, den 
wir an die Pflichterfüllung unserer Soldaten legen, 
auch an die Pflichterfüllung in der Heimat legen 
können. Sie alle wissen, daß im kämpferischen Einsatz 
Vg. fallen und verwundet werden. Die Velksgemein- 
schaft fordert von den Einzelnen dieses Opfer, um 
selbst als ganzes Volk weiter bestehen zu können. 
Die Volksgemeinschaft kann aber auch von ihren 
Arbeitern fordern, daß in Zeiten wie die heutige, 
die Befehlshaber der Heimat auf dem Gebiete der 
Gütererzeigung, also unsere Betriebsführer, den vollen 
Einsatz ihrer Gefolgschast verlangen. Sie sehen, daß 
in unserem Betriebe, vieles freiwillig für die Ge- 
sundheit der Gefolgschaft geleistet wird. Sie müssen 
sich aber immer vor Augen halten, daß die Gemein- 
schaft nicht nur vom Betriebs Führer verlangt, für 
seine Gefolgschaft zu sorgen, sondern daß sie genau 
so von der Gefolgschaft verlangt, alle Kräfte für die 
Leistung herzugeben. 
Es ist daher auch richtig, daß jeder Einzelne 
aus eigener Einsicht und freiwillig heute alles in 
der Heimat zum Einsatz bringt, daß unsere Kinder 
nicht mehr gezwungen werden können über ihre Kräfte 
und zum Schaden ihrer Gesundheit kämpfen und 
arbeiten zu müssen. Wir kennen nur ein Ziel, dem 
gesamten deutschen Volke eine sichere Zukunft zu bieten. 
heil Hitler! 
Don unserer Weeksbüchevei 
Unser Betriebsführer hat die Werksbücherei wiederum durch Anschaffung 
zahlreicher neuer Werke und Bände bereichert und zur Ausgabe an unsere Leser 
freigegeben. Hiezu der erste Machtragsteil zum Bücherverzeichnis: 
E. Gritzbach - Hermann Göring, Werk und Mensch-N 593, J. Göbbels- 
Wetterleuchten— 594, Hans Kallenbach — Tit Adolf Hitler auf Festung Lands- 
berg—Ant. Steiniger — Trotz Verbot nicht tot — N 596, Ant. Steiniger —Rebellen 
für Deutschland- 597, Ant. Steiniger - Aufbruch ins Reich-N 598, Elb. 
Hohenester —„Nur kein Schema" —R 599, Tar Neubes — Kn die Gewehre - K 600 
U. Magn. Wehner — Sieben vor Verdun — & 601, K. B. Gröber — mit zwei 15
	        
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