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Full text: Dreihammer. Werkzeitschrift der Betriebsgemeinschaft F. M. Hämmerle

Die Pflichten, die Du als Soldat der Heimat 
übernommen hast, mögen als Last Deine Schultern 
bürden, aber umsonst wirst Du diese Opfer nie bringen 
müssen. Das von ©einen Vätern ersehnte und von 
unseren Soldaten erkämpfe Reich wirb ber Gewinn 
für alle fein. So umfassend wie ber Kampf alle 
Deutschen gleich in Reih unb Glied zwingt, wirb 
auch einmal in ber Stunde des Sieges das Glück 
ber Nation allen Deutschen gleich zu Teil werben. 
Wir wissen um bie Schwere des Kampfes unb kennen 
bie Größe unferer Aufgabe. Wir glauben aber auch 
daran, daß unser tapferen Soldatenvolk all diese 
©inge meistert, ©u aber, deutscher Arbeiter, bist mit 
unseren Solbaten ber Träger dieses Kampfes unb 
stehst als kühnster Vertreter unferer harten Zeit, im 
täglichen Schicksalsringen unseres Volkes. In Deine 
Hände ift das Schicksal ber kämpfenben Kameraden 
gelegt. So wie unter ©einen fleiszigen Händen Waffen 
unb Munition entstehen, trägt ber Soldat bie Fahne 
des Volkes täglich unferem Siege näher. Wenn des- 
halb bie Front bie Forderungen an bie Heimat stellt, 
in ben nächsten Wochen unb Monaten noch fleißiger 
zu fein als bisher, bann soll biefe Forderung erfüllt 
werben, bann wollen wir alle gemeinfam trotzig bie 
Fäuste ballen unb treu unb verbissen unferer Arbeit 
nachgehen; wollen brav unb gläubig unsere Tage 
ausfüllen unb nie müßig ber Stunbe harren, die 
uns bie Erfüllung unferer Sehnsucht bringt. 
Wenn wir alle fo zusammenstehen unb in rastloser 
Arbeit schaffen unb werken, bekommt bie Kampf- 
einheit „Heimat" am Abschnitt ihres Ringens die 
ihr gebührende Anerkennung. Wir beginnen bie großsze 
Offensive an ben Werkbänken unb ber Sieg bet 
Heimat wirb, das ift unfer fefter Glaube, im Sieg 
ber Waffenfront gipfeln. Diese Stunbe wirb bann 
©ir „Arbeiter unb Solbat" bie Würde des treuesten 
Sohnes unseres Volkes neu verleihen unb ganz ge- 
wiß auch ben verdienten ©ank bringen. ©em Rame- 
rab im grauen Rleid aber wollen wir zurufen: 
Ramerad Deine Heimat steht feft unb uner- 
schütterlich, treu unb arbeitfam. Wir werben Dir 
bie Waffen schaffen, bie Du zu Deinem schweren 
Kampf benötigft, wir fühlen uns mit Dir unb Deinem 
Schicksal verbunden, denn wir finb 
„Arbeiter unb Soldat!" 
Gauschulungswalter Birkhofer 
ANALLE GEFOLGSCHAFTSMITGLIEDER 
Sommer - Arbeitszeit 
Dem Wunsche des Vertrauensrates als Vertreter 
ber Gefolgschaft entsprechend habe ich mich entschlossen, 
über bie Sommermonate, mit 1. April 1942 beginnend, 
bie Arbeitszeit tunlichst fo einzuteilen, daß ber Sams- 
tag als arbeitsfreier Tag freibleibt. Die genaue Ar- 
beitszeiteinteilung wirb in ben nächsten Tagen in ben 
einzelnen Betrieben durch Anschlag bekanntgegeben 
unb hat jeweils nur für bie betreffenden Abteilung 
Gültigkeit. 
Ich habe bamit einem Wunsche ber ganzen Ge- 
folgschaft entsprochen unb not allen Dingen ber 
schaffenden Frau bie ATöglichkeit eingeräumt, ihre 
hausfraulichen Pflichten am Samstag zu erledigen 
unb ihre Einkäufe beffer beforgen zu können. Aber 
ich benke, nicht nur ber schaffenden Frau, sondern 
jedem einzelnen Gefolgschaftsmitglied wirb ber arbeits- 
freie Samstag willkommen fein, feine privaten Ar- 
beiten in Haus unb Feld zu beforgen. 
( Die Sommerarbeitszeit muß nun aber auch ent- 
. sprechend dazu beitragen, alle Fehlzeiten unb Verlust- 
' Zeiten, wie fie sich leider in einer unerträglichen Höhe 
eingeschlichen haben, auszumerzen. Heute wirb es 
nun allmählich Zeit, daß sich jedes einzelne Gefolg- 
schaftsmitglied beffen bewuszt wirb, daß eS auch auf 
feine Arbeitsleistung ankommt unb daß bie genaue 
Einhaltung ber Arbeitszeit geradezu eine selbstverständ- 
liche moralische Pflicht ift, ber fiel) niemand mehr 
entziehen barf. Heute, in ber Zeit, in ber ber größte 
Teil unferer Männer an ber Front steht, ist es doppelt 
wichtig, daß mit gefteigertem Eifer unb erhöhter 
Pflichterfüllung gearbeitet wirb. Um baS große Ziel 
beS Führers, baS er für baS deutsche Volk gesetzt 
hat, zu verwirklichen, heißt eS nun einmal arbeiten 
unb kämpfen. Der größte Teil beS Weges zu biefem 
Ziel liegt hinter uns unb mit einem tiefen Glauben 
an ben Führer unb einem festen Willen werben wir 
auch bie letzte Etappe durchstehen. 
Ich richte daher als Betriebsführer nochmals 
meine Ermahnung an jenen kleinen Prozentsatz meiner 
Gefolgschaft, ber glaubt, auf Rösten ber andern ab 
unb zu einen halben Tag auS bem Betrieb fernbleiben 
zu können unb ber eS mit ber richtigen Einhaltung 
ber Arbeitszeit noch nicht so genau nimmt. Ich habe 
auch meine Unterführer im Betriebe angehalten, mit 
vermehrter Strenge auf bie genaue Einhaltung ber 
Arbeitszeiten unb Beseitigung ber Fehlzeiten zu achten 
unb mir jebe Überschreitung zu melden. 
Ich hoffe, daß ich von der ganzen Gefolgschaft 
verstanden werbe unb ich hoffe auch, daß eS mir 
erfpart bleibt, in befonberen Fällen persönlich einzu- 
schreiten, benn ich erwarte, daß heute jebeS Gefolg- 
schaftsmitglied selbst feine Pflicht kennt unb sich auch 
darnach richtet. 
Erwähnen möchte ich, daß die neugeplante Ar- 
beitszeiteinteilung nur bann aufrechtgehalten werben 
kann, wenn eS mit möglich wirb, bie Fertigung ber 
Aufträge im Rahmen ber 48 Wochenstunden zu 
bewältigen. Jede unnütze Fehlzeit vermindert bie 
Möglichkeit ber Erreichung dieser Voraussetzung unb 
könnte zum Anlaß einer allgemeinen Arbeitszeit- 
erhöhung werben. 
Ich bitte Sie nun, meiner Ermahnung folgend, 
erneut an bie Arbeit zu gehen unb zu zeigen, was 
baS deutsche Volk in ber Heimat imstande ift, zu 
leisten. 22
	        
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