Alle helfen mit!
Einiges über Selbstherrlichkeit.
„Och fordere, ich bin . .
sagt nur der Überhebliche.
Erst beweise was Di kannst,
dann findest Du auch Anerkennung.
Arbeitskameraden!
On der heutigen Zeit, in der mehr denn je das
Leistungsprinzip gilt, kommt es darauf an, daß jeder
einzelne Arbeitskamerad und Mitarbeiter seine ganze
in den Dienst der gemeinsamen Arbeit stellt. Wir
alle arbeiten an einer gemeinsamen Aufgabe, zum
gleichen Ziel, zu dem jeder seinen Teil beitragen muß.
In dieser Gemeinschaft gilt ein jeder genau soviel
als er leistet, keiner gilt mehr.
Das klingt sehr schön, wenn man es ausspricht,
Ulnd es liegt auch in der menschlichen Matur, daß
jeder nach oben strebt, daß er vorwärts kommen
will. Dieses Streben ist natürlich gut und gesund und
wird auch jederzeit gefördert. Eber . . . meine Arbeitskameraden
... es gibt darunter auch Typen,
die in ihren Ansprüchen weit über das Ziel hinausschießen,
die immer nur fordern, ohne die entsprechende
Gegenleistung dafür zu bieten. Mit diesem Problem
wollen wir uns nun einmal näher beschäftigen.
1. Det Überhebliche beweist immer einen Mangel
an Leistung, denn der wirklich tüchtige und leistungsfähige
Arbeiter hat es gar nicht nötig, seine Person
in den Vordergrund zu stellen. Für ihn ist seine
Arbeit und Leistung Beweis genug. Dies zeugt für ihn.
2. Die stets zur Schau getragene Überheblichkeit
ist eine Unkameradschaftlichkeit anderen gegenüber.
Mur weil einer den Mund besser aufreiszen kann\
sic immer in den Vordergrund drängt, ist er lnr
lange nicht tüchtiger als ein stiller, bescheidener ab 9
fleißiger Nebenmann, den er durch sein aufdringlich.
und lautes Wesen in den Hintergrund 311 dräne
versucht. ° "sen
3. Der Überhebliche gewinnt allmählich die
Stellung eines Fremdkörpers in der Gemeinschaft
Das ist ganz selbstverständlich. Wer immer nur sic
selbst im Munde führt und ganz unkameradschaftlic
an seine eigene Beförderung denkt, wird von seinen
Kameraden sehr bald abgelehnt.
4. Ulberheblichkeit widerspricht unseren heutigen
Prinzipien. Selbstverständlich habe ich gar nichts
dagegen, wenn jemand mit persönlichen Dingen zu
mir kommt.
Uc weiß wo einen der Schuh drücken kann.
Aber aus Großsprecherei für sic persönlich eine Forderung
zu stellen, das gibt es nicht. Niemand kann
sic beklagen, daß ich als Betriebsführer es an der
nötigen Initiative habe fehlen lassen, soziale Einrichtungen
zu schaffen, wie sie bei weitem nicht jeder
Betrieb aufzuweisen vermag.
Ich bin der Letzte, der die wirkliche Leistung
nicht sieht und nicht anerkennt, im Gegenteil: Das
Leistungsprinzip wird in unserem Betrieb groß geschrieben
und ebenso groß anerkannt. Und darum
Arbeitkameraden, bitte ic zum Schluß nicht immer
nur „Och fordere, ic bin ... ich ... ich...",
nein beweise erst, was Du leisten kannst, dann findest
Du auch bei mir die größte Anerkennung.
Euer Betriebsführer
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