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Full text: Dreihammer. Werkzeitschrift der Betriebsgemeinschaft F. M. Hämmerle

Auszüge aus den Schreiben unserer Soldaten: 
Soldat Josef Walter schreibt: . . .. Liebe 
Kameraden! Schon sind über vier Wochen vergangen, 
seit wir die schöne, deutsche Heimat verlassen haben. 
Eine zehntägige Bahn ahrt führte uns weit ins 
sowjetische Land hinein, bis wir bann eines Tages in 
einer Stabt am Ksow’schen Meer auswaggoniert 
wurden. Dort konnten wir ben Reisestaub in den 
kühlen Fluten von uns wegschwemmen. 
Der Anblick bes Meeres, bas bie meisten von 
uns zum erstenmale sahen, wird mir eine dauernde 
Erinnerung bleiben. Wit blieben jedoch nicht lange 
in dieser Gegend, sondern machten uns auf bie Füße. 
So marschierten mir mehrere Tage lang in biefer 
trostlosen Ebene. Diefe verfluchte Ebene paßt uns 
Gebirgsjägern schon gar nicht, jedoch wird es nicht 
mehr lange bauern und wit werden bie erften Berge 
vor uns sehen. Ruf diesen Augenblick freuen wir 
uns schon lange, denn dort fühlen mir uns wieder 
wohl. Dort wirb auch unfer Einsatzgebiet fein und 
bort werden wir auch unfer Bestes leisten. 
Es grüßt Euch alle. . .. 
Grenadier Gustl Göttinger äußert sich folgend: 
.. . Habe jetzt brei Monate Ausbildungszeit 
hinter mir. Wie bie Ausbildung ist, könnt Ihr Euch 
denken, das sagt schon der Name „Großdeutschland". 
Ich bin stolz, in biefem Regiment bienen zu bürfen. 
Für dieses Regiment hat man lauter große, kräftige 
Burschen ausgesucht. Wir werden wahrscheinlich Ende 
dieses Monats nach bem Often abgestellt unb freue 
ich mich schon auf die Zeit, wo ic als junger 
Grenadier mitkämpfen kann. 
Solbat Luis Eisenhofer teilt uns mit: 
. . . Bin im Besitze ber lieben Senbungen 
von Euch unb muß immer wieder festgestellt merben, 
baß bie Betriebsführung stets bemüht ift, ihre Sol- 
baten mit allen möglichen, wertvollen unb gut 
brauchbaren Dingen zu versorgen. Die Zeitungen — 
und namentlich bie illustrierten — sind für uns 
immer neu, auch wenn sie manchmal etwas verspätet 
einlangen. Besonders große Freude bereitete bie kleine 
Harmonika. Wenn ich selbst auch nicht spielen kann, 
so sind doch einige im Kreise meiner Kameraden, bie 
dieses Instrument zum Teil virtuosenhaft beherrschen 
unb bamit besonderen Erfolg haben. Es roar ein 
besonderes Ereignis, als ich dies kleine Ding aus 
bem Paket hervorbrachte. So gibt es durch bie 
kleinsten Sachen bei uns ein großes Hallo, benn 
Soldaten können alles brauchen unb mit allem wissen 
fie etwas anzufangen. 
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Unsere Arbeitsjubilare 
Arbeitskamerad Spulermeister 
Ferdinand Huber, Steinebach 
In diesem Bionat konnten zwei unserer Gefolgschaftsmitglieder ihr 
40 jähriges Arbeitsjubiläum feiern. Bisher fand bie Ehrung unferer 
Arbeitsjubilare immer am 1. Blai ftatt. Es wurde dieses Jahr jedoch 
beschlossen, bie Feier jeweils einzeln am Arbeitsplat des Betreffenden 
durchzuführen. 
Tun wurden als Erfte unfere Arbeitskameraden Olga Sohm, 
Staberei Steinebach, unb Arbeitskamerad Ferdinand Huber, Spuler- 
meister, Steine-bach, in biefer Weise geehrt. 
Im Beifein des 
Betriebsführers 
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ten Feiern vom 
Geiste wirklicher, 
herzlicher Rame- 
radschaft geiragen, 
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burch bie Art ber 
Geschenke von 
Betriebsführung 
unb Gefolgschaft 
zum Ausbruch 
kam. Die Blu- 
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mit Gemüse unb 
Obst, sowie bie Arbeitskameradin Olga Sohm, Staberei Steinebach 
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