Schlafsaal der RHD-Maiden
fühl der neuen Einteilung entgegengesehen haben und
wie es ihr im Betrieb ergehen wird.
Doch dieser Kummer schlug bald in Neugierde
und Interesse um, denn Jede freute sich, nun selb-
ständig an einem Arbeitsplatz ober an einer Ta-
schine zu stehen, um ebenfalls hier ihren, wenn auch
nur kleinen Teil, beizutragen, bem Endsieg immer
näher unb näher zu rücken.
Die Bilder zeigen, das mit großer Sorgfalt
unb Ulmsicht neu erstellte Lager für unsere R6D-
Maiden, welches wohl als eine ber schönsten Unter-
künfte dieser Art anzusprechen ift unb in bem sic
sämtliche neue Arbeitskameradinnen bereits wohl
fühlen.
Nützliches für den Garten
Aus „Der Gar enfreund"
lieber bas Verpflanzen ber Beerensträucher
im Herbst geben bie Ansichten infofern auseinander,
als bie einen sagen, man müßte bie Sträucher der-
Pflanzen, so lange fie noch Blätter hätten. In die-
fern Falle würben sie noch vor Eintritt von Frösten
Wurzeln bilden. Das trifft auch zu, wenn ber
Winter mild ift, ober Frost spät einsetzt. Wo dies
aber nicht ber Fall ift, fällt das junge Holz bem
Frost zum Opfer, weil es noch nicht ausgereift ift.
Die Neubildung von Wurzeln hat nämlich gleich-
zeitig eine Weiterentwicklung ber Knospen im Ge-
folge, bie bann auch noch Erfrieren. Um Frühjahr
zeigen sich bann viele vertrocknete Spitzen unb
schwarze Triebe. Die andere Ansicht, nach ber bie
Blätter beim Verpflanzen erst alle gefallen fein
sollen, besteht hier zu Recht. Die im Laubwerk auf-
gespeicherten Stoffe sind bann ins Holz, bezw. in
bie Wurzeln jurüdtgegangen. Bei ber Verpflanzung
im belaubten Zustand ist dies nicht ber Fall, und
bie betreffenden Stoffe sind für den Strauch per-
Ioren. Der baburd) bebingte Kräfteverlust muß sich
aber im nächsten Jahr unbedingt bemerkbar machen.
So ergibt sich also, daß bie Sträucher am besten
erst gepflanzt werben, wenn bas Laub gefallen ift.
Alle helfen mit!
Lichtverschwendung ist Verschwendung an
Kohle, bezw. elektr. Energie.
Rrbeitskameraden!
Der schöne Sommer ift vorbei. Die trüben
Herbsttage sind ba unb ber Winter mit feinen
langen Mächten kommt. Die Sehnsucht nach bem
Licht steckt uns aber immer noch sozusagen in ben
Gliedern. Da ift es verständlich, wenn man sich an
trüben Tagen recht gern in feinen Arbeitsräumen
mit einer blendenden Lichtfülle umgibt. Das kann
Jeder verstehen unb wirb auch Jeder billigen. Gutes
Licht, gute Beleuchtung — Sie wissen es ja — fällt
unter bas otto :
„Schönheit der Arbeit!“
Das ist bie eine Seite des Lichtes. Es gibt
aber noch eine andere Seite des Lichtes. Ich meine
nicht bic Schattenseite, sondern das, was in sehr
realistischer Weise ben Verbrauch an elektr. (Energie
bezw. Rohle betrifft.
Man kann mit bem vielgepriesenen Licht auch
Schindluder treiben, nämlich Lichtverschwendung,
unb dies ift gleich Stromverschwendung, ber ander-
weitig viel wichtigerem Zweck zugeführt wirb.
Meine Rameraden! Denken Sie bitte nicht,
baß ich durch diesen Rufruf ein paar Pfennige oder
Mark an ber Lichtrechnung sparen will, nein, hier
handelt es sich um Verringerung des Verbrauches
an Strom unb damit auch selbstverständlich in-
direkt an Rohle.
Deshalb lasse Niemand überflüssigerweise
das Licht in einem Raum brennen.
Machen Sie bitte das Licht aus, wenn Sie es
nicht mehr brauchen!
Ueberlegen Sie bitte, daß auch Sparfamkeit
im Lichtperbrauc großen Nutzen bringen kann. Nicht
für den einzelnen Betrieb, wohl aber für bie ganze
deutsche Wirtschaft! Und gerabe biefen Blick auf
bie Gesamtheit, auf bie ganze deutsche Wirtschaft
wollen wir besonders in uns wachrufen.
Wir bürfen uns im Interesse des Volksganzen
keine Verschwendung leisten, auch nicht bei uns im
einzelnen Betrieb. Niemand! Anständiges Licht bei
ber Arbeit, jawohl, das geht in Ordnung!
Aber aus mit dem Licht, wenn es nicht mehr
gebraucht wird!
Hufer Denken muß hineinwachsen in die Ziele
ber Volksgemeinschaft, unb deshalb liebe Arbeits-
Kameraden, im richtigen Moment :
Licht aus!
Euer Betriebsführer
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